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Gewöhne dich daran, nein zu sagen.
Die treffende Bemerkung und der Witz, die du dir verkneifst; das freundliche Lächeln für einen, der dich stört; das Schweigen gegenüber ungerechten Vorwürfen; wohlwollendes Verhalten gegenüber zudringlichen Menschen und solchen, die ungelegen kommen; Nachsicht mit den lästigen Angewohnheiten derjenigen, mit denen du täglich zu tun hast und die dir auf die Nerven fallen…, das alles, mit Beharrlichkeit geübt, ist handfeste innere Abtötung.
Sage nicht: dieser Mensch fällt mir auf die Nerven. - Denke: er hilft mir, heilig zu werden.
Laß die Gelegenheit nicht vorübergehen, dich mit deinem Urteil zu unterwerfen. - Das ist schwer…, aber in den Augen Gottes sehr wohlgefällig!
Innere Abtötung. - Ich glaube nicht an deine innere Abtötung, wenn ich sehe, daß du die Abtötung der Sinne verachtest und beiseite läßt.
Einem Menschen, dessen unmittelbarer Vorgesetzter grob und jähzornig war, legte der Herr die Worte in den Mund: Vielen Dank, mein Gott, für diesen wahrhaft göttlichen Schatz; denn wann wird man jemanden finden, der gleich wegen jeder Freundlichkeit nach mir ausschlägt wie ein Pferd?
Übe keine negative Kritik. Wenn du nicht loben kannst, dann schweige.
Sprich niemals schlecht über deinen Bruder, auch wenn du Gründe genug dazu hast. - Geh zuerst zum Tabernakel, dann zum Priester, deinem Vater, und schütte ihm dein Herz aus.
Und sonst niemandem.
Der Klatsch ist wie Rost, der das Apostolat zerfrißt und behindert. - Er verstößt gegen die Nächstenliebe, verbraucht Kräfte, raubt den Frieden und zerstört das innere Verhältnis zu Gott.
Nachdem ich gesehen habe, worin sich viele Leben ganz und gar erschöpfen (Geschwätz, Geschwätz, Geschwätz, mit all seinen Folgen), scheint mir das Schweigen noch notwendiger und liebenswerter. - Ich verstehe sehr gut, Herr, daß Du Rechenschaft für jedes unnütze Wort forderst.
Reden ist leichter als Tun. - Du, der du diese scharfe und verletzende Zunge - diese Axt - besitzt, hast du schon einmal, vielleicht zufällig, versucht, das "gut" zu machen, was nach deiner "maßgeblichen" Meinung die anderen weniger gut machen?
Das nennt man Gerede, Klatsch, Ränke, Intrige, böswillige Unterstellung, üble Nachrede, Hinterlist…, Verleumdung? Gemeinheit?
Es ist schwierig, die "Aufgabe des Beurteilens" nicht in "Altweibergeschwätz" ausarten zu lassen, wenn ein Unberufener sie sich anmaßt.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/12043/ (04.04.2026)