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Die Seelen im Fegefeuer. – Denke oft aus Nächs-tenliebe, aus Gerechtigkeit, aus entschuldbarem Egoismus – denn sie vermögen so viel vor Gott! – bei deinen Opfern und deinem Gebet an sie.
Könntest du doch, wenn du von ihnen sprichst, sagen: »Meine guten Freunde, die Seelen im Fegefeuer …«
Wenn du das »Leben der Kindschaft« lebst, musst du, weil du ein Kind bist, geistlich naschhaft sein. – Erinnere dich, wie deine Altersgefährten, an die Süßigkeiten, die deine Mutter aufbewahrt.
Und das viele Male am Tag. – Es ist Sache von Sekunden: Maria … Jesus … der Tabernakel … die Kommunion … die Liebe … das Leiden … die Armen Seelen im Fegefeuer … die streitende Kirche: der Papst, die Priester … die Gläubigen … deine Seele … die Seelen der Deinen … die Schutzengel … die Sünder …
Wie hart kommt dich diese kleine Abtötung an! – Du kämpfst. – Sie scheinen dir zu sagen: Warum musst du dem Lebensplan, der Uhr, so treu sein? – Hast du gesehen, wie leicht man die Kinder über etwas hinwegtäuschen kann? – Sie wollen die bittere Medizin nicht nehmen, aber man sagt ihnen: Komm, dieses Löffelchen für den Papa, dieses für die Oma … und so weiter, bis sie die ganze Dosis geschluckt haben.
Genau so du: noch eine Viertelstunde Bußgürtel für die Seelen im Fegefeuer, noch fünf Minuten für deine Eltern, weitere fünf für deine Brüder im Apostolat … Bis die Zeit erfüllt ist, die dein Stundenplan dir angibt.
Wenn du dich auf diese Weise abtötest, wie wertvoll ist das dann!
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10330/ (28.04.2026)