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Sühne: Das ist der Pfad, der zum Leben führt.
Welche Angst haben die Leute vor der Sühne! Würden sie in der rechten Absicht, Gott zuliebe, all das tun, was sie auf sich nehmen, um vor der Welt eine gute Figur abzugeben, wie heilig wäre mancher Mann und manche Frau!
Wenn wir in der freiwilligen Sühne großzügig sind, erfüllt Jesus uns mit der Gnade, die von Ihm gesandten Prüfungen zu lieben.
Durch die Sühne soll dein Wille von den Sinnen fordern, was die anderen Kräfte der Seele ihm im Gebet verweigern.
Wir adeln den Schmerz, wenn wir ihn an den richtigen Platz im Heilsplan des Geistes stellen, als Sühne.
Aus Liebe bestrafen. Das ist das Geheimnis, um die verdiente Strafe derer, die sie verdienen, auf eine übernatürliche Ebene zu heben.
Aus Liebe zu Gott, den man beleidigt, soll die Strafe als Sühne dienen. Aus Liebe zum Nächsten um Gottes willen soll die Strafe niemals als Rache dienen, sondern als heilsame Medizin.
Wenn ihr euch Gott in der Welt hingeben wollt, muss noch vor eurer Gelehrsamkeit die Frömmigkeit kommen – die Frauen brauchen nicht gelehrt zu sein, es genügt, dass sie klug sind1. Ihr müsst eng verbunden sein mit dem Herrn im Gebet; ihr müsst einen unsichtbaren Mantel tragen, der alle eure Sinne und jede eurer Kräfte umhüllt: beten, beten und beten; sühnen, sühnen und sühnen.
1Als dieses Buch entstand, waren Frauen mit einem Universitätsabschluss noch die Ausnahme, auch wenn der Autor schon damals diejenigen, die er priesterlich betreute und die sich zu einem Universitätsstudium hingezogen fühlten, dazu ermunterte, ihrer akademischen Berufung zu folgen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10461/ (07.05.2026)