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Schlemmerei ist die Vorstufe zur Unreinheit.
Dem Körper muss man etwas weniger geben als notwendig. Sonst übt er Verrat.
Völlerei ist ein hässliches Laster. – Belustigt es dich nicht etwas, und ekelt es dich nicht auch ein bisschen an, diese gesetzten Herren zu betrachten, wie sie rund um den Tisch sitzen, wie bei einem Kult; wie sie sich fettes Zeug in den Verdauungstrakt stopfen, als ob das ein »Selbstzweck« wäre?
Bei Tisch sollst du nicht vom Essen sprechen. Das ist gewöhnlich und passt nicht zu dir. Sprich von etwas Höherem, von der Seele oder der Vernunft, und du veredelst diese Notwendigkeit.
An dem Tag, da du vom Tisch ohne eine kleine Abtötung aufstehst, hast du wie ein Heide gegessen.
Gewöhnlich isst du mehr als nötig. – Und die Sattheit, die dir oftmals Schwere und Unwohlsein verursacht, macht dich unfähig, die übernatürlichen Güter zu kosten, und behindert dein Denken.
Was für eine gute Tugend ist die Mäßigkeit, auch für dein natürliches Leben!
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10486/ (08.05.2026)