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In Christus besitzen wir alle Ideale: Er ist König, ist Liebe, ist Gott.
Liebe die Herrin. Und sie wird dir reichliche Gnaden verschaffen, um im täglichen Kampf zu bestehen. – Und Satan wird durch all die Schlechtigkeit und Gemeinheit nichts erreichen, die in dir rumort und aufsteigt und die mit ihrer wohlriechenden Fäulnis sogar deine großen Ideale ersticken will, jene erhabenen Gebote, die Christus selbst dir ins Herz gelegt hat. – »Serviam!«
Schweige: Vergiss nicht, dass dein Ideal ein eben angezündetes Lichtlein ist. – Ein Windhauch könnte genügen, es in deinem Herzen auszublasen.
Rege dich nicht auf! Natürlich bist du bestenfalls eine kleine Schraube in diesem großen Unternehmen Christi.
Aber weißt du nicht, was passieren kann, wenn die Schraube nicht fest angezogen ist und herausspringt? Größere Teile können sich lockern und Zahnräder abgeschliffen herausfallen.
Der Gang ist gestört. Vielleicht wird die ganze Maschine unbrauchbar.
Was für eine große Sache ist es, eine kleine Schraube zu sein!
Dies, dein Ideal, deine Berufung, ist … ein Wahnsinn. – Und die anderen, deine Freunde, deine Brüder, lauter Wahnsinnige …
Hast du diesen Schrei nicht manchmal tief in deinem Inneren vernommen? – Antworte entschieden, dass du Gott für die Ehre dankst, diesem »Irrenhaus« anzugehören.
Hege und pflege dieses Ideal, das eben in dir aufkeimt. – Bedenke, dass sich im Frühling viele Blüten öffnen, aber nur wenige Frucht hervorbringen.
Nicht zu erschüttern, so musst du sein. – Wenn fremde oder eigene Erbärmlichkeit deine Beharrlichkeit ins Wanken bringt, bekomme ich ein trauriges Bild von deinem Ideal.
Entscheide dich ein für allemal.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10495/ (08.05.2026)