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Es gibt 11 Nummer in «Der Weg» deren Stichwort lautet Zeugnis.

Wenn sie Zeugen deiner Schwächen und Armseligkeiten waren, warum dann nicht auch deiner Buße?

Vergiss nicht, vor dem Lehren kommt das Tun. »Coepit facere et docere«, sagt die Heilige Schrift von Christus. Er begann zu tun und zu lehren.

Zuerst das Tun. Dass du und ich daraus lernen.

Wenn du nicht schlecht bist, aber so tust, dann bist du dumm. – Diese Dummheit, Stein des Anstoßes, ist schlimmer als die Schlechtigkeit.

Wenn Leute, die beruflich kein besonders großes Ansehen besitzen, sich bei religiösen Kundgebungen gar so sehr zur Spitze drängeln, ist es klar, dass ihr Lust verspürt, ihnen zuzuflüstern: »Würde es Ihnen etwas ausmachen, ein bisschen weniger katholisch zu sein?«

Wenn du ein öffentliches Amt bekleidest, hast du Rechte und Pflichten, die sich aus der Tätigkeit in dieser Stellung ergeben.

Du entfernst dich von deinem Weg als Apostel, wenn du aus Anlass oder unter dem Vorwand einer apostolischen Arbeit deine Amtspflichten unerfüllt lässt. Denn so verlierst du mir dein berufliches Ansehen, und gerade das ist dein »Angelhaken als Menschenfischer«.

»Das Milieu ist so stark!« sagtest du mir. Ich musste zugeben: ohne Zweifel. Deshalb muss eure Formung stark sein, damit ihr eure eigene Atmosphäre mit Natürlichkeit in eure Umgebung hineintragt und ihr »euren Ton« vermittelt.

Eigne dir diesen Geist gründlich an. Dann bin ich überzeugt, dass du mir mit der Verblüffung der Jünger, als sie die ersten von ihnen im Namen Christi vollbrachten Wunder sahen, sagen wirst: »Wie stark wir auf das Milieu einwirken!«

»Wenn mein Leben mit diesem verheidnischten oder heidnischen Milieu zusammenstößt, wird meine Natürlichkeit da nicht künstlich wirken?« fragst du mich.

Ich antworte dir: Ohne Zweifel wird dein Leben mit dem Leben anderer zusammenstoßen; der Kontrast, der dadurch entsteht, dass du deinen Glauben in deinen Werken bestätigst, ist genau die Natürlichkeit, die ich von dir erwarte.

Herr, mach uns verrückt, mit jener ansteckenden Verrücktheit, die viele an Dein Apostolat heranführt.

»Nonne cor nostrum ardens erat in nobis, dum loqueretur in via?« Brannte nicht unser Herz in uns, als Er auf dem Weg zu uns redete?

Diese Worte der Emmausjünger müssten, wenn du Apostel bist, unwillkürlich von den Lippen deiner Berufskollegen kommen, nachdem sie dich auf dem Weg ihres Lebens getroffen haben.

Suche so zu leben, dass du freiwillig auf jene Bequemlichkeit und jenen Wohlstand verzichtest, die du an der Lebensweise eines anderen Mannes Gottes nicht gut fändest.

Bedenke, dass du das Weizenkorn bist, von dem das Evangelium spricht. – Wenn du nicht in die Erde fällst und stirbst, dann gibt es keine Frucht.

Dass man im Umgang mit dir doch nicht auf den Gedanken kommt auszurufen, was ein bestimmter Mensch einmal mit gutem Grund ausrief: »Diese ehrbaren Leute stehen mir bis hier …«

Und er zeigt dabei auf den Hals.

Verzeichnis der Schriftstellen
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