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Früher waren die menschlichen Kenntnisse, die Wissenschaft, sehr begrenzt. Damals konnte es möglich erscheinen, dass ein einzelner Gelehrter unseren heiligen Glauben darstellen und verteidigen konnte.
Bei der heutigen Ausdehnung und Spezialisierung der modernen Wissenschaft besteht die Notwendigkeit, dass die Apologeten sich die Arbeit teilen und die Kirche auf allen Gebieten wissenschaftlich verteidigen.
Du … du darfst dich dieser Pflicht nicht entziehen.
Studiere. – Studiere mit Fleiß. – Wenn du Salz und Licht sein sollst, brauchst du Wissen und Eignung.
Oder glaubst du, Anspruch auf eingegossenes Wissen zu haben, weil du faul und bequem bist?
Erzieher: du verwendest zweifellos viel Fleiß darauf, die beste Methode herauszufinden und anzuwenden, um deinen Schülern irdisches Wissen zu vermitteln. Verwende den gleichen Fleiß darauf, mit der christlichen Askese vertraut zu werden und sie anzuwenden; das ist nämlich die einzige Methode für sie und dich, besser zu werden.
Du bemühst dich nur, deine Bildung zu erweitern. – Deine Seele sollst du erweitern. – Dann erst arbeitest du richtig, für Christus. Wenn Er in der Welt herrschen soll, braucht Er Menschen, die sich, mit dem Blick nach oben, vorbildlich allen menschlichen Tätigkeiten widmen und dort still und wirksam ein Apostolat des Berufes ausüben.
Bücher. – Ich streckte die Hand aus wie ein Armer Christi und bat um Bücher. Bücher! Sie sind Nahrung für den römisch, katholisch und apostolisch denkenden Verstand vieler junger Studenten.
Ich streckte die Hand aus wie ein Armer Christi … und erlebte manchen Hereinfall!
Warum begreifen sie nicht, Jesus, die tiefe christliche Nächstenliebe dieses Almosens, das wirksamer ist als gutes Brot?
Dem Feind als Sprachrohr dienen ist eine ausgemachte Idiotie; wenn der Feind ein Feind Gottes ist, eine große Sünde dazu. – Deshalb werde ich auf beruflichem Gebiet niemals die Wissenschaft derer loben, die sie als Plattform benutzen, um die Kirche anzugreifen.
Mensch! Mach ihn lächerlich! – Sag ihm, dass seine Einstellung veraltet ist. Es ist kaum zu glauben, dass es noch Leute gibt, die sich darauf versteift haben, die Postkutsche sei ein gutes Verkehrsmittel … Das gilt für jene, die das Zeitalter Voltaires mit den gepuderten Perücken erneuern wollen oder den überholten Liberalismus des 19. Jahrhunderts.
»Venite post me, et faciam vos fieri piscatores hominum.« Folgt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. – Nicht ohne tieferen Sinn gebraucht der Herr diese Worte: Die Menschen muss man, wie die Fische, beim Kopf packen.
Welch evangelische Tiefe hat das »Apostolat des Geis-tes«.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10992/ (08.05.2026)