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Verfalle nicht in den Trugschluss zu denken: Wenn dieses oder jenes so oder so in Ordnung kommt, werde ich meinem Gott gegenüber sehr großzügig sein.
Vielleicht rechnet Jesus mit deiner vorbehaltlosen Großzügigkeit, um die Dinge besser zu fügen, als du dir vorstellen kannst?
Fester Vorsatz, selbstverständlicher Schluss: Jeden Augenblick jeden Tages will ich versuchen, den Willen Gottes großzügig zu erfüllen.
Du sagst mir: Wenn sich die Gelegenheit bietet, etwas Großes zu tun … dann! – Dann? Willst du dir und mir allen Ernstes weismachen, du könntest in der übernatürlichen Olympiade ohne tägliche Vorbereitung und ohne Training siegen?
Welche Sucht in der Welt, von seinem Platz wegzukommen! – Was würde geschehen, wenn jeder Knochen und Muskel des menschlichen Körpers einen anderen Platz einnehmen wollte als den, der ihm zukommt?
Das ist der eigentliche Grund für das Unbehagen der Welt. – Harre aus an deiner Stelle, mein Kind! Wieviel kannst du von dort aus für die Verwirklichung des Königtums unseres Herrn tun!
Hetzen, hetzen! … Schaffen, schaffen! … Fieberhafte Tätigkeit … Wunderbauten der Technik …
Übernatürlich gesehen: Attrappen, Pappmaché, bunte Kulissen … Hetzen! Schaffen! – Die Leute rennen: kommen und gehen.
Bei ihrer Arbeit sehen sie nur auf den gegenwärtigen Augenblick: sie leben nur dem Jetzt. – Du aber solltest die Dinge unter dem Gesichtswinkel der Ewigkeit sehen, das Ziel und die Vergangenheit gegenwärtig haben …
Ruhe. – Friede. – Intensives Leben in deinem Innern. Ohne Hetzen, ohne die Sucht, den Platz zu wechseln. – Wie vielen könntest du von deinem dir zukommenden Platz aus, als ein mächtiger Generator geistiger Elektrizität, Licht und Energie spenden … ohne selber an Kraft und Licht einzubüßen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/11365/ (07.05.2026)