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Dein Wille, für alles zu sühnen, gefällt mir. »Die ganze Welt«, sagtest du mir. – Gut. Aber denke zunächst an deine übernatürliche Familie, an deine Verwandten, an die Menschen deiner Heimat.
»Katholisch« sein heißt seine Heimat lieben, niemandem in dieser Liebe nachstehen. Und gleichzeitig, die aufrichtigen Bemühungen aller anderen Länder auch als die meinen betrachten. Wieviel vom Ruhm Frankreichs ist auch mein Ruhm! Und ebenso ist der berechtigte Stolz der Deutschen, der Italiener, der Engländer … der Amerikaner, der Asiaten, der Afrikaner auch mein Stolz.
Katholisch: großes Herz, weiter Geist!
Halte an der exakten Erfüllung der gegenwärtigen Pflichten fest. – Diese demütige, eintönige, geringfügige Arbeit ist Gebet, das sich in Werken niederschlägt. Dieses Gebet bereitet dich auf die andere, große, weite und tiefe Arbeit vor, von der du träumst.
Kühnes Kind, ruf: Welche Liebe der Theresia von Avila! – Welcher Eifer des Franz Xaver! – Was für ein bewundernswerter Mann, der heilige Paulus! – Ach, Jesus, ich … liebe Dich mehr als Paulus, Xaver und Theresia.
Du schreibst mir: »Der große Wunsch, den wir alle haben, dass ›dies‹ vorangehe und sich ausbreite, scheint sich in Ungeduld verwandeln zu wollen. Wann kommt der große Durchbruch, wann wird die Welt unser sein?«
Und du fügst hinzu: »Der Wunsch wird nicht unnütz bleiben, wenn wir ihn dafür nutzen, den Herrn zu ›zwingen‹ und zu bedrängen: Dann werden wir die Zeit im Voraus gut genutzt haben.«
Ich kann dein Leid gut verstehen, wenn du bei deiner notgedrungenen Untätigkeit die Größe der Aufgabe betrachtest, die es noch zu bewältigen gilt. – Die ganze Welt ist zu klein für dein Herz, doch es muss sich bescheiden … mit einer alltäglichen Kleinarbeit.
Wozu denn sonst unser »fiat«? …
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/12005/ (08.05.2026)