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Dein Leben darf kein fruchtloses Leben sein. – Sei nützlich. – Hinterlasse eine Spur. – Leuchte mit dem Licht deines Glaubens und deiner Liebe.
Tilge durch dein Leben als Apostel den zähen Unrat, den die verseuchten Prediger des Hasses verbreitet haben. – Entzünde alle Wege der Erde mit dem Feuer Christi, das du im Herzen trägst.
Dein Wille, für alles zu sühnen, gefällt mir. »Die ganze Welt«, sagtest du mir. – Gut. Aber denke zunächst an deine übernatürliche Familie, an deine Verwandten, an die Menschen deiner Heimat.
Je näher ein Apostel Gott ist, um so offener für alles wird er. Sein Herz weitet sich, damit alle und alles in den Wunsch einbezogen werden, Jesus das All zu Füßen zu legen.
Für deine Umgebung bist du, Apostel, ein Stein, der in den See fällt. – Löse mit deinem Beispiel und Wort einen Kreis aus. Dieser erzeugt einen neuen, dieser wieder einen und noch einen … Jeder wird größer als der vorhergehende.
Begreifst du jetzt die Größe deiner Sendung?
Du schreibst mir: »Der große Wunsch, den wir alle haben, dass ›dies‹ vorangehe und sich ausbreite, scheint sich in Ungeduld verwandeln zu wollen. Wann kommt der große Durchbruch, wann wird die Welt unser sein?«
Und du fügst hinzu: »Der Wunsch wird nicht unnütz bleiben, wenn wir ihn dafür nutzen, den Herrn zu ›zwingen‹ und zu bedrängen: Dann werden wir die Zeit im Voraus gut genutzt haben.«
Du hast Recht. – Vom Gipfel aus, so schreibst du mir, sieht man, so weit das Auge reicht, im Umkreis von vielen Kilometern, nichts von einer Ebene. Hinter jedem Berg erscheint ein neuer. Und wo die Landschaft zu verschwimmen scheint, kommt eine neue Bergkette zum Vorschein, sobald sich der Nebel hebt.
So ist er, und so soll er sein, der Horizont deines Apostolates: die Welt muss durchquert werden. Aber es gibt keine fertigen Wege für euch … Ihr werdet sie wohl quer durchs Gebirge mit euren eigenen Füßen bahnen müssen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/12083/ (07.05.2026)