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Soll ich dir genau sagen, wie ich mir »deinen Weg« denke? – Also gut: Wenn du dem Ruf entsprichst, wirst du für Christus arbeiten wie kaum ein anderer. Dem Ruf wirst du entsprechen, wenn du ein Mensch des Gebetes bist. Opferbereit wirst du die härtesten Arbeiten suchen …
Du wirst hier glücklich sein, und noch glücklicher dann, im ewigen Leben.
Deine persönliche Erfahrung – Verdrossenheit, Unbehagen, Verbitterung – lässt dich die Wahrheit der Worte Christi erleben: Niemand kann zwei Herren dienen !
Schweige: Vergiss nicht, dass dein Ideal ein eben angezündetes Lichtlein ist. – Ein Windhauch könnte genügen, es in deinem Herzen auszublasen.
Hörst du? – In einem anderen Stand, an einem anderen Ort, in einer anderen Stellung und in einem anderen Beruf könntest du viel mehr Gutes leisten. Für deine gegenwärtige Tätigkeit braucht man doch kein Talent! …
Ich dagegen sage dir: Dort, wohin du gestellt bist, gefällst du Gott … Was du da dachtest, ist eindeutig eine teuflische Eingebung.
Dies, dein Ideal, deine Berufung, ist … ein Wahnsinn. – Und die anderen, deine Freunde, deine Brüder, lauter Wahnsinnige …
Hast du diesen Schrei nicht manchmal tief in deinem Inneren vernommen? – Antworte entschieden, dass du Gott für die Ehre dankst, diesem »Irrenhaus« anzugehören.
Der Eifer ist eine göttliche Vernarrtheit des Apostels, die ich dir wünsche und die folgende Merkmale aufweist: Hunger nach Umgang mit dem Meister; dauernde Sorge um die Seelen; Beharrlichkeit, die durch nichts zu erschüttern ist.
Freu dich zu sehen, dass andere in guten apostolischen Werken arbeiten. – Bitte für sie um Gottes reiche Gnade und darum, dass sie dieser Gnade entsprechen.
Aber du, weiter auf deinem Weg! Sei gewiss, für dich gibt es keinen anderen.
Du hattest dich vom Weg entfernt und kehrtest nicht um, weil du dich schämtest. – Es ist konsequenter sich zu schämen, wenn man nicht umkehrt.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/12272/ (08.05.2026)