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Präzise und konkret. – Deine Vorsätze sollen nicht wie Wunderkerzen sein, die einen Augenblick sprühen und dann als bittere Realität einen nutzlosen schwarzen Draht zurücklassen, den man achtlos wegwirft.
Wenige Vorsätze. – Konkrete Vorsätze. – Und die mit der Hilfe Gottes erfüllen.
Verhalte dich »jetzt« richtig, und denke nicht an »gestern«, das schon vorüber ist, noch sorge dich um das »morgen«, von dem du nicht weißt, ob es für dich noch kommt.
Deine heilige Ungeduld, Ihm zu dienen, kann Gott nicht missfallen. – Aber sie wird unfruchtbar bleiben, wenn sie nicht von einer deutlichen Besserung deines täglichen Lebens begleitet ist.
Du willst wirklich heilig werden? – Erfülle die kleine Pflicht jeden Augenblicks! Tu das, was du sollst, und sei ganz in dem, was du tust.
Die »große« Heiligkeit besteht im Erfüllen der »kleinen Pflichten« jeden Augenblicks.
Urteile nicht nach der Unscheinbarkeit des Anfangs. Man machte mich einmal darauf aufmerksam, dass die Samen der Gräser, die nur ein Jahr leben, sich in der Größe nicht von jenen unterscheiden, die hundertjährige Bäume hervorbringen.
Beachte gut, dass alles Große auf der Erde klein angefangen hat. – Was groß geboren wird, ist monströs und geht zugrunde.
Du sagst mir: Wenn sich die Gelegenheit bietet, etwas Großes zu tun … dann! – Dann? Willst du dir und mir allen Ernstes weismachen, du könntest in der übernatürlichen Olympiade ohne tägliche Vorbereitung und ohne Training siegen?
Hast du gesehen, wie sie jenen mächtigen Bau errichten? – Ein Stein, und noch einer. Tausende. Aber einer nach dem anderen. – Und Säcke Zement, einer nach dem anderen. Und Steinquader, die im Verhältnis zur gesamten Masse wenig ausmachen. – Und Eisenteile. – Und Arbeiter, die Tag für Tag die gleichen Stunden arbeiten …
Hast du gesehen, wie sie diesen mächtigen Bau schufen? – Mit lauter kleinen Dingen!
Hast du nicht bemerkt, wie die menschliche Liebe in lauter »Kleinigkeiten« besteht? – Auch die göttliche Liebe besteht in lauter »Kleinigkeiten«.
Halte an der exakten Erfüllung der gegenwärtigen Pflichten fest. – Diese demütige, eintönige, geringfügige Arbeit ist Gebet, das sich in Werken niederschlägt. Dieses Gebet bereitet dich auf die andere, große, weite und tiefe Arbeit vor, von der du träumst.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/12360/ (07.05.2026)