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Ich will dir eine Art »heiliger List« verraten: Warte nicht darauf, dass der Herr dir Widrigkeiten sendet; komm Ihm aus freien Stücken mit der Sühne zuvor! Dann wirst du dich mit ihnen nicht bloß »abfinden« – welch verbrauchtes Wort –, sondern sie lieben – und das ist ein ewig junges Wort.
Wende dich an Maria – Mutter, Tochter, Braut Gottes und unsere Mutter – und bitte sie, dir von der Heiligsten Dreifaltigkeit mehr Gnaden zu erwirken: die Gnade des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Reue. So werden die heftigen, trockenen Winde, die manchmal alles, was im Leben eines Menschen blüht, zum Welken zu bringen scheinen, nicht verhindern können, dass deine Seele aufblüht – wie auch die deiner Brüder.
Kein Leid ist für mich wirkliches Leid, solange ich Dich nicht verliere.
Der Herr verweigert niemandem sein Wort, und Sein Wort heilt, tröstet, erleuchtet.
Du und ich sollten uns das immer vor Augen halten, auch dann, wenn uns die Last der Arbeit oder mancher Widrigkeiten bedrückt.
Unser Freund betete für einen Priester, den man aus Hass gegen die Religion eingekerkert hatte. Es war ein glühendes Gebet, das auch du oft beten solltest: »Mein Gott, tröste ihn, denn er wird verfolgt, weil er Dich liebt! Wie viele Menschen leiden, weil sie Dir dienen!«
Welche Freude gibt uns die Gemeinschaft der Heiligen!
Schmähungen tun weh, auch wenn du bereit bist, sie anzunehmen.
Sei darüber nicht erstaunt – opfere sie Gott auf.
Diese Beleidigung hat dich tief getroffen … Weil du zu leicht vergisst, wer du bist.
Trifft uns eine Anklage, die wir für ungerecht halten, so prüfen wir vor Gott unsere Verhaltensweise, »cum gaudio et pace«, in Gelassenheit und Ruhe; und, falls es die Nächstenliebe verlangt, korrigieren wir unseren Fehler, auch wenn es sich nur um etwas Harmloses handelt.
Wenn wir jeden Tag ernstlich um Heiligkeit ringen, mögen die Leute ruhig über uns reden. In den Seligpreisungen heißt es ja: »Beati estis cum … dixerint omne malum adversus vos mentientes propter me« – Selig seid ihr, wenn man euch um meinetwillen verleumdet.
Jemand hat gesagt – ich weiß nicht mehr, wer und wo –, der »Wirbelsturm der Intrigen« breche gegen Menschen los, die aus der Masse herausragen, so wie der Orkan die höchsten Wipfel am heftigsten peitscht.
Intrigen, feiges Gerede, abscheuliche Unterstellungen, maßgeschneidert nach dem Herzen derer, die solches verbreiten … Leider ist es vielerorts so: sie selbst tun nichts, lassen aber auch nicht zu, dass andere etwas tun.
Bedenke in Ruhe die Worte des Psalms: »Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern, den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd. Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt; die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen« … und setze deine Arbeit fort!
Mögen auch alle Leute noch so gut sein … man kann das Gute nicht tun ohne das heilige Kreuz des hämischen Geschwätzes.
»In silentio et in spe erit fortitudo vestra« – Nur Schweigen und Vertrauen verleihen euch Kraft … so versichert der Herr den Seinen. Schweigen und Vertrauen – zwei entscheidende Hilfen mitten in den Widrigkeiten, wenn die Menschen dir ihre Hilfe verweigern.
Das klaglos ertragene Leid ist ein Maßstab der Liebe – schau nur auf den leidenden, sterbenden Jesus!
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10390/ (08.05.2026)