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Verwechsle Gelassenheit bitte nicht mit Faulheit, Nachlässigkeit, Entscheidungsschwäche und Sich-vor-Problemen-Drücken!
Gelassenheit wird immer von Sorgfalt ergänzt. Diese Tugend ist nötig, um zügig die anstehenden Fragen zu erörtern und zu lösen.
Wirklich alles planen? – Jawohl, alles, so sagtest du mir.
Es stimmt natürlich, wir müssen immer klug sein. Bedenke aber, dass es bei allem, was wir Menschen tun – ob einfach oder schwierig –, immer auch Unvorhergesehenes gibt … und außerdem schiebt der Christ der Hoffnung nie einen Riegel vor; er ist sich der göttlichen Vorsehung bewusst.
Empfinde immer und in allem mit der Kirche! Dafür musst du dich um die erforderliche spirituelle und theologische Bildung bemühen, die für dein Tun in der Welt klare Maßstäbe setzt, und es dir möglich macht, dich unverzüglich und demütig zu korrigieren, wenn du merkst, dass du im Irrtum bist.
Das offenherzige Einräumen und Berichtigen eigener Irrtümer ist eine echt menschliche und übernatürliche Weise, die persönliche Freiheit auszuüben.
Es ist unmöglich, sich zu Ereignissen oder Thesen zu äußern und dabei die jeweils Beteiligten auszuklammern … auch wenn du sie nicht richtest: »Qui iudicat Dominus est« – der Herr ist es, der richtet.
Bleibe aber ruhig, falls dir einmal jemand mit verbogenem Gewissen begegnet, der – aus böser Absicht oder aus mangelnder Bildung – meint, deine Worte seien üble Nachrede.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10607/ (08.05.2026)