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Betrachte mit innerer Erschütterung die Großmut Gottes: Er ist Mensch geworden, um uns zu erlösen, Mensch geworden, damit du und ich, die wir ein Nichts sind, uns Ihm voller Vertrauen nähern.
Welch tiefe Hochachtung und Ehrfurcht, wie viel Anteilnahme müssen wir für jede einzelne Seele empfinden, wenn wir bedenken, dass Gott sie als sein Eigentum liebt!
Der Herr hat sich nicht darauf beschränkt, uns bloß zu sagen, dass Er uns liebt. Er hat es uns mit seinen Werken, mit seinem ganzen Leben bewiesen. – Und du?
Wenn es dir einmal so vorkommt, als habe der Herr dich vergessen, werde nicht traurig! Suche Ihn um so dringender! Er ist die Liebe, Er lässt dich nicht allein.
Sei gewiss, dass dieses vermeintliche »Alleinlassen« aus Liebe geschieht, damit du klar erkennst, was in deinem Leben von dir und was von Ihm kommt.
Macht dich nicht die feste Gewissheit froh, dass Gott auch noch an den unbedeutendsten Angelegenheiten seiner Geschöpfe Anteil nimmt?
Gott liebt uns unendlich mehr, als du selber dich liebst …Wehre dich also nicht, wenn Er dir viel abverlangt!
Hast du Kummer und Bitternis zu ertragen? Glaube mir, sie sind ein Erweis der väterlichen Liebe Gottes zu dir.
Präge es dir tief in deine Seele ein: Gott hat dich nicht nötig. Wenn Er dich dennoch ruft, dann der übergroßen Liebe und Barmherzigkeit seines Herzens wegen.
Du hast recht, du steckst in tiefem Elend. Auf dich selbst gestellt – wo wärest du jetzt, wie weit wärest du gekommen? …
Du siehst es ein! Nur eine Liebe, die voller Barmherzigkeit ist, vermag mich immer noch zu lieben.
Sei getrost! Wenn du Ihn suchst, wird Er dir weder seine Liebe noch seine Barmherzigkeit versagen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10778/ (08.05.2026)