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Wenn du dein Haften am sinnlichen Genuss überwinden willst – denn immer werden wir dieses Eselchen, unseren Leib, mit uns schleppen –, dann musst du jeden Tag großherzig die kleinen Abtötungen – und gelegentlich auch die großen – üben; und sei dir dabei immer der Gegenwart Gottes bewusst, denn der Blick des Herrn ruht allezeit auf dir.
Wenn du die heilige Reinheit, die Sauberkeit deines Lebens wahren willst, dann musst du jeden Tag gern bereit sein, Abtötungen auf dich zu nehmen.
Wenn du spürst, dass das arme Fleisch sich aufbäumt – und dies kann heftig und schmerzhaft sein! –, dann küsse das Kruzifix! Küsse es immer wieder und mit entschlossenem Willen – selbst wenn dir scheint, du tätest es bar jeder Liebe.
Ein spanisches Sprichwort sagt sehr drastisch: »Entre santa y santo, pared de cal y canto«. Sinngemäß: Zwischen einem Heiligen und einer Heiligen tut auf alle Fälle eine dicke Mauer not!
Wir müssen die Reinheit des Herzens und der Sinne wahren, indem wir die Gelegenheiten, die uns zum Bösen verleiten könnten, meiden. So »heilig« motiviert die Leidenschaft erscheint, wir dürfen sie nicht in uns aufkommen lassen.
Mein Gott, in allem, was ich sehe, finde ich Schönheit und Anmut! So werde ich meine Blicke stets im Zaum halten … weil ich liebe.
Sei aus Liebe wachsam, wenn es um die heilige Reinheit in deinem Leben geht … denn es ist leichter, einen Funken zu ersticken als eine Feuersbrunst zu löschen!
Doch wie wenig vermögen menschliche Vorsicht mit Abtötung, Bußband und Fasten – gewiss notwendige Hilfsmittel – ohne Dich, mein Gott.
Empfiehl dich Unserer Lieben Frau, der Mutter Gottes und unserer Mutter, und bitte sie für alle Menschen um die Reinheit an Leib und Seele.
Sag ihr, dass du – die anderen ebenso – sie immer anflehen möchtest und dass du immer siegen möchtest, in den schlechten – oder auch guten und sehr guten – Zeiten des Kampfes gegen die Feinde der Kinder Gottes.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10982/ (08.05.2026)