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Bitte den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist und deine Mutter, sie mögen dir Selbsterkenntnis schenken und Schmerz über all den Schmutz, der dich berührt und der – leider! – auch reichlich seine Spuren hinterlassen hat … Und sage weiter, ohne die Augen vor deinem Elend zu verschließen: Gib mir, Jesus, eine Liebe, die wie ein reinigendes Feuer mein armes Fleisch, mein armes Herz, meine arme Seele und meinen armen Leib verzehrt und sie von allem irdischen Elend läutert … Ist dann mein Ich ganz »leer« geworden, so fülle Du es ganz aus, damit ich mich an nichts Irdisches mehr hänge, sondern von Deiner Liebe allein getragen werde.
Hier hast du einen Rat für deine Gewissenserforschung!
Habe ich heute im Geist der Sühne die Widrigkeiten angenommen, die Gott für mich bestimmt hatte? Auch die, deren Grund in der Eigenart meiner Mitmenschen lag? Und die, die von meiner eigenen Armseligkeit herrühren?
Habe ich dem Herrn den Schmerz über die Beleidigungen, die ich Ihm – so oft! – zufügte, als Sühne aufgeopfert? Habe ich Ihm meine innere Beschämung und Demütigung aufgeopfert, die ich darüber empfinde, dass ich auf dem Weg des wirklichen Christseins nur so langsam vorankomme?
In meinem Elend, klagte ich einem Freund, sei es mir so, als ob Jesus an mir vorüberginge … und mich allein ließe.
Doch sogleich berichtigte ich mich, reuig und voll Vertrauen: Es stimmt nicht, Herr, meine Liebe! Ich bin es, der sich von Dir entfernt … Nie wieder, Herr!
Wende dich an die Gottesmutter und bitte sie – als Erweis ihrer Liebe zu dir – um das Geschenk der Reue und der Zerknirschung über deine Sünden und über die Sünden aller Männer und Frauen aller Zeiten – mit Schmerz aus Liebe.
In solcher Haltung wage ihr dann zu sagen: Du, meine Mutter, mein Leben, meine Hoffnung! Halte mich fest an deiner Hand … Wenn es zur Stunde in mir irgend etwas gibt, das Gott, meinem Vater, missfällt, so lass es mich erkennen und – gemeinsam mit dir – mit der Wurzel ausreißen.
Setze dein Gebet ohne Furcht fort: O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria! Bitte für mich, damit ich den so überaus liebenswerten Willen deines Sohnes zu erfüllen vermag und so würdig werde, die Verheißungen unseres Herrn Jesus Christus eines Tages glückselig an mir erfüllt zu sehen.
Ich schreibe ab, was du geschrieben hast: »›Domine, tu scis quia amo te!‹ – Herr, Du weißt, dass ich Dich liebe! Wie oft, Jesus, wiederhole ich wie einen schmerzlich-seligen Refrain diese Worte, die der von Dir erwählte Petrus sprach! Ja, ich weiß, dass ich Dich liebe … Aber ich bin meiner selbst nicht sicher … Deshalb wage ich es nicht, meine Liebe unumwunden zu bekennen. Ich finde so viele Verleugnungen in meinem sündigen Leben! ›Tu scis, Domine!‹ – Du weißt, dass ich Dich liebe! Möchte doch mein Tun und Lassen, Jesus, diese Stimme meines Herzens niemals Lügen strafen!«
Sei beharrlich in diesem Gebet! Er wird es gewiss erhören.
Bete vertrauensvoll: Herr, wären meine Tränen doch aus wirklicher Liebesreue geflossen!
Bitte Ihn demütig darum, dass Er dir diesen Schmerz aus Liebe schenkt, den du ersehnst.
So viele Jahre schon Christus so nahe und … was für ein Sünder bin ich immer noch!
Wie liebevoll hat Jesus dich angenommen! Berührt es dich nicht schmerzlich, wenn du daran denkst?
Ich bin gewiss, dass der Herr deine demütige und stürmische Bitte erhört hat: Lass mich, mein Gott, an dem Gerede der Leute nicht irre werden. Vergib mir meine schmähliche, engherzige Art zu leben! Gewähre mir, heilig zu werden. Aber nur für Dich!
Was habe ich für Dich getan, Jesus, dass Du mich so liebst? Beleidigt habe ich Dich … und geliebt.
Dich zu lieben, darin allein soll künftig mein Leben bestehen.
Schmerzbewegt von so vielen Stürzen, werde ich von nun an – mit Gottes Hilfe – das Kreuz immer auf mich nehmen.
Wie beeindruckend sind die Worte dieses Priesters, der sagte: »Trotz meiner Undankbarkeit hat mir Jesus den Berg meiner Sünden vergeben. Wie unermesslich groß ist sein Herz! Wenn Er Maria von Magdala viele Sünden vergab, weil sie viel geliebt hatte, um wie viel mehr Liebe schulde dann ich Ihm, da Er mir noch mehr Sünden vergeben hat!«
Ich möchte Dich, Jesus, bis zum Äußersten lieben, bis zum Heldenhaften! Auch wenn ich für Dich sterben müsste, mit Deiner Gnade werde ich Dich, Herr, nie wieder verlassen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11060/ (08.05.2026)