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Der Herr – Meister der Liebe – ist ein eifersüchtiger Liebender, der uns um alles bittet, um alles, was uns schon zuteil ward, und alles, was wir erstreben. Er erwartet, dass wir Ihm all das Unsere darbringen, indem wir dem Weg folgen, den Er einem jeden von uns vorgezeichnet hat.
Wir müssen Gott lieben, denn das Herz ist für die Liebe geschaffen. Wenn wir es nicht in reiner Hinwendung Gott darbringen, unserer Mutter Maria, unseren Mitmenschen, dann rächt es sich und wird zum Fäulnisherd.
Es gibt Herzen, die hart, aber edel sind und in Tränen der Liebe und der Reue zerschmelzen wie Metall, wenn sie sich dem Feuer des Herzens Jesu nähern. Sie beginnen dann selbst zu brennen!
Das Herz der Lauen hingegen ist nur stumpfes Fleisch, ein Lehmgebilde, das zerbröckelt und zu Staub zerfällt, etwas Tieftrauriges …
Bete mit mir: Herr, entferne von uns die Lauheit! Wir wollen niemals lau sein!
Wir sind ganz einfach in die LIEBE verliebt! Deshalb will uns der Herr nicht frostig und starr wie ein lebloses Ding, sondern durchglüht von seiner Liebe!
Beantworte dir selbst die Frage: Wie oft am Tage willst du dein Herz zu Gott erheben, um Ihm dein Fühlen und dein Tun darzubringen?
Hier hast du ein zuverlässiges Maß für die Tiefe und die Lebenskraft deiner Liebe.
Hab keine Angst davor, die Menschen um Christi willen zu lieben! Und deine Familienangehörigen noch mehr, vorausgesetzt dass du – bei aller Liebe zu den Deinen – Christus noch tausendmal mehr liebst.
Willst du wirklich deinem Herzen einen festen Halt geben? Dann, das ist mein Rat, suche in einer der Wunden unseres Herrn Zuflucht. Du hast dann vertrauten Umgang mit Ihm, bist Ihm nahe, fühlst das Schlagen seines Herzens … und du wirst Ihm in allem folgen, worum Er dich bittet.
Verstehen und wahrhaftig lieben … Gelingt dir das wirklich, dann wird dein Herz weit und offen für alle, niemand bleibt ausgeschlossen. Und auch gegenüber Menschen, die dir zugesetzt haben, wirst du den Ratschlag des Herrn beherzigen: »Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt … ich werde euch Ruhe verschaffen.«
Du sollst dich in Herzlichkeit denen zuwenden, die nichts von Gott wissen. Aber um so herzlicher musst du denen gegenüber sein, die von Gott wissen. Ohne letzteres gelingt dir nämlich das andere nicht.
Jesus wird dir eine herzliche Liebe zu allen, die dir nahestehen, schenken. Sie wird die Liebe zu Ihm nicht im Geringsten mindern. Im Gegenteil: je stärker deine Liebe zu Jesus ist, um so mehr weitet sich dein Herz für alle Menschen.
In dem Maße, in dem sich ein Geschöpf Gott nähert, gewinnt sein Herz an Universalität und Weite. Alle Menschen und alle Dinge finden Platz im Herzen dessen, der den einzigen großen Wunsch hegt, die ganze Welt Christus zu Füßen zu legen.
Wie glänzten ihre Augen, als sie vom Apostolat in fernen Ländern hörten … Es schien, als wären sie bereit, den Ozean mit einem Sprung zu überwinden. In der Tat – die Welt ist sehr klein, wenn die Liebe groß ist.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11082/ (08.05.2026)