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Demut und Gehorsam sind unerlässliche Voraussetzungen, um die Lehre Christi aufzunehmen.
Wenn du über die göttlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sprichst, dann denke daran, dass sie weniger ein Gegenstand der Theorie als vielmehr Tugenden des täglichen Lebens sind.
Jener junge Priester bat oft den Herrn mit Worten der Apostel: »Edissere nobis parabolam« – erkläre uns dieses Gleichnis. Und er fügte hinzu: Meister, senke in unsere Seele die Klarheit Deiner Lehre ein, damit sie unserem Leben und unserem Tun niemals abhanden kommt … und damit wir sie weitergeben können.
Sag du dem Herrn das Gleiche!
Hab immer den Mut – Demut des Dienstes am Herrn! –, die Glaubenswahrheiten so darzulegen, wie sie wirklich sind – nicht verschwommen und nicht mehrdeutig.
»Coepit facere et docere«, Jesus begann sein Wirken mit Taten – und dann lehrte er. Du und ich, wir müssen durch tätiges Zeugnis Beispiel geben. Wir dürfen kein Doppelleben führen und etwas lehren, für das wir nicht einstehen. Mit anderen Worten: Zumindest müssen wir darum kämpfen, dass Lehren und Handeln in uns nicht auseinanderklaffen.
Empfinde immer und in allem mit der Kirche! Dafür musst du dich um die erforderliche spirituelle und theologische Bildung bemühen, die für dein Tun in der Welt klare Maßstäbe setzt, und es dir möglich macht, dich unverzüglich und demütig zu korrigieren, wenn du merkst, dass du im Irrtum bist.
Das offenherzige Einräumen und Berichtigen eigener Irrtümer ist eine echt menschliche und übernatürliche Weise, die persönliche Freiheit auszuüben.
Es ist vordringliche Pflicht, das Licht der Lehre Christi zu verbreiten.
Eigne dir eine solide und klare religiöse Bildung an, damit du anderen die Fülle der christlichen Botschaft weitergeben kannst.
Erwarte von Gott keine besonderen »Erleuchtungen«! Warum sollte Er sie dir zuteil werden lassen, da du ja die erforderlichen natürlichen Mittel zur Hand hast: das Studium, die Arbeit?
Glaubenslehre und Frömmigkeit können nur gemeinsam gedeihen.
Nur wenn du fromm bist, vermagst du beim Aussäen der Glaubenslehre jene Schädlinge zu vernichten, die diese Aussaat wirkungslos machen könnten.
Wir wollen zu Jesus im Tabernakel gehen, damit wir Ihn tiefer erkennen und seine Lehre innerlich begreifen und so diese Nahrung auch anderen geben können.
Die Predigt, die Predigt Christi als »Gekreuzigter«, ist das Wort Gottes.
Die Priester müssen sich auf die Ausübung dieses göttlichen Dienstes so gut wie möglich vorbereiten und dabei das Heil der Seelen vor Augen haben.
Die Laien sollen mit tiefer Ehrfurcht auf das Wort Gottes hören.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11233/ (08.05.2026)