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Die Sehnsucht nach Sühne, die Gott dein Vater in deine Seele hineinlegt, wirst du stillen können, wenn du deine armselige Sühne mit den unendlichen Verdiensten Jesu Christi vereinigst.
Läutere deine Absicht! Liebe das Leiden und den Schmerz in Ihm, mit Ihm und durch Ihn.
Sprich großherzig dein »fiat!«, es geschehe! So wird dein Schmerz – das Kreuz, das von außen oder von innen kommt – eins mit dem Willen Gottes. Freude und Friede werden in deine Seele einziehen.
Wer fähig ist zu lieben, erfährt auch, dass Leid und Schmerz eine formende Schmiede sind. In ihr lehrt uns der Meister, wie wir die Freude finden: indem wir furchtlos – wenn auch unter Anstrengungen – in seine Fußstapfen treten.
Die Kranke, der ich geistlichen Beistand leis-tete … wie groß war ihre Liebe zum Willen Gottes! Sie sah ihre lange, schmerzhafte Krankheit – eine weitverzweigte Krankheit, nichts an ihr war heil – als Segen Gottes und als Zeichen der Auserwählung. In ihrer Demut meinte sie, sie habe nur Strafe verdient; jedoch waren die schrecklichen Schmerzen im ganzen Körper keine Strafe, sondern Zeichen der Barmherzigkeit.
Wir unterhielten uns über den Tod und über den Himmel. Auch darüber, was sie Jesus und der Muttergottes sagen sollte … und wie sie von dort aus besser »arbeiten« könnte als hier auf Erden … Sie hatte den Zeitpunkt ihres Todes Gott überlassen … sagte aber fröhlich: Wie schön, wenn es heute wäre! Sie betrachtete den Tod mit der Freude eines Menschen, der weiß, dass Sterben Heimgang zum Vater ist.
Ein von Gott erfüllter Mensch sagte angesichts von Leiden und Verfolgung: »Lieber will ich hier gepeinigt werden als im Fegefeuer!«
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11243/ (08.05.2026)