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Beim heiligen Messopfer nimmt der Priester den Leib unseres Gottes und den Kelch mit seinem Blut in die Hände und erhebt sie über alle Dinge dieser Erde mit den Worten: »Per Ipsum, et cum Ipso, et in Ipso« – Durch meinen Geliebten! Mit meinem Geliebten! In meinem Geliebten!
Vereinige dich mit dieser Gebärde des Priesters! Mehr noch – vollziehe sie in deinem Leben nach!
Der Evangelist berichtet, wie das Volk Jesus zum König machen will, nachdem Er ein Wunder gewirkt hat. Aber Jesus verbirgt sich.
Herr, der Du uns am Geheimnis der Eucharistie teilhaben lässt, wir bitten Dich: Verbirg Dich nicht, bleibe bei uns, dass wir Dich berühren können und Deine Nähe erfahren! Dass wir immer bei Dir bleiben wollen! Sei Du unser König, der unser Leben und unser Tun lenkt!
Eine so grenzenlose »Torheit« der Liebe wie die Jesu hat es niemals zuvor gegeben und wird es niemals wieder geben. Denn kann man sich eine größere Torheit vorstellen als seine Hingabe – die Art, wie er sich hingibt und an wen?
Es wäre schon sehr viel gewesen, hätte Er als wehrloses Kind unter uns bleiben wollen. Auch viele Bösewichter hätten dann wohl Rührung empfunden und es nicht gewagt, Ihn zu misshandeln. Ihm aber war das zu wenig. Er suchte die äußerste Erniedrigung, die letzte Hingabe, und machte sich zur Speise für uns, zu Brot.
Du göttlicher Tor! Wie behandeln Dich die Menschen! … Und ich?
Zu einem Toren aus Liebe bist Du geworden, Jesus, und hast so mein Herz bezwungen. Wehrlos und klein hast Du Dich gemacht, um die groß zu machen, die Dich in der Kommunion empfangen.
Ich gebe die Worte eines Priesters wieder; er richtete sie an die, die ihm in seinem apostolischen Unternehmen folgten: »Wenn ihr bei der Aussetzung des Allerheiligsten die heilige Hostie betrachtet, schaut auf die Liebe, auf die Zärtlichkeit Christi. Ich erkläre es mir so, aufgrund meiner Liebe zu euch: Könnte ich weit weg, bei meiner Arbeit, und gleichzeitig bei euch sein, wie gerne täte ich das!
Nun, Christus kann es. Und Er, dessen Liebe unendlich tiefer ist als die Liebe aller Menschenherzen zusammen, hat unter uns bleiben wollen, damit wir uns immer mit seiner heiligen Menschheit vereinigen können. Er will uns helfen, uns trösten, uns stärken, uns treu machen.«
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11508/ (08.05.2026)