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Ich konnte dich gut verstehen, als du mir anvertrautest: Ich will die Liturgie der heiligen Messe mit allen fünf Sinnen in mich aufnehmen.
Wie entscheidend ist bei der heiligen Liturgie die Frömmigkeit!
Ich war nicht überrascht, als vor einigen Tagen mir jemand über einen vorbildlichen, kurz zuvor verstorbenen Priester sagte: »Wie heilig er war!«
»Haben Sie ihn gut gekannt?« fragte ich.
»Nein«, antwortete er, »aber ich sah ihn einmal die Heilige Messe feiern.«
Wir müssen uns jene Worte Jesu zu eigen machen und auf uns selbst anwenden: »Desiderio desideravi hoc Pascha manducare vobiscum« – wie sehr habe ich mich danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu halten. Unsere anteilnehmende Liebe zum heiligen Opfer lässt sich kaum besser bezeugen als durch die sorgfältige Beobachtung der Liturgie – bis in die kleinsten Details –, die die Kirche in ihrer Weisheit vorgeschrieben hat.
Dazu soll uns neben der Liebe das Bedürfnis drängen, Christus ähnlich zu werden, nicht nur im Inneren, sondern auch äußerlich. Feierlichkeit und Harmonie – etwa beim Durchschreiten des weiten Altarraumes – sind Ausdruck einer Heiligkeit in Gehorsam, die sich dem Willen der Braut Christi, der Kirche, und somit Christus selbst unterwirft.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11976/ (08.05.2026)