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Schäme dich nicht, wenn du in deinem Herzen den »fomes peccati«, den Hang zum Bösen entdeckst. Du wirst ihn verspüren, solange du lebst; denn niemand ist frei von dieser Last.
Schäme dich nicht, denn der allmächtige und barmherzige Herr hat uns alle erforderlichen Mittel gegeben, um diese Neigung überwinden zu können: die Sakramente, das Gebetsleben, die geheiligte Arbeit.
Nutze diese Mittel beharrlich, mit der Bereitschaft, immer wieder zu beginnen, ohne den Mut zu verlieren.
Es soll dich nicht beunruhigen, wenn du in deinem Leben jene Last verspürst, von der Paulus sagt: »Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt.«
Vergegenwärtige dir dann, dass du zu Christus gehörst, und eile zur Mutter Gottes, die deine Mutter ist. Sie werden dich nicht verlassen!
Wenn unser Blick getrübt ist und unsere Sehkraft schwindet, müssen wir dichter an die Lichtquelle herantreten. Christus hat uns gesagt, dass Er das Licht der Welt ist und gekommen, um die Kranken zu heilen.
Deshalb sollen deine Krankheiten und – falls Gott sie zulässt – deine Stürze dich nicht von Christus entfernen, sondern dich Ihm nähern!
Du verlierst den Frieden – und du weißt das sehr genau –, wenn du dich auf eine Bahn locken lässt, die von deinem Wege wegführt.
Reiß dich zusammen! Sei konsequent und verantwortungsbewusst!
Wie der heilige Augustinus können auch wir sagen, dass die bösen Begierden uns an unseren Anhänglichkeiten packen und nach unten ziehen. Und zugleich brennt uns im Herzen eine tiefe Sehnsucht nach dem Guten und Reinen – ein regelrechter Kampf also.
Du wirst voranschreiten, Frieden haben und den Sieg erringen, wenn du mit Hilfe der Gnade die aszetischen Mittel anwendest: wenn du dich um die Gegenwart Gottes bemühst und den Geist der Buße, wenn du dich – erschrick bitte nicht! – abtötest.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/12248/ (08.05.2026)