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Bevor du anfängst, anderen auf ihrem Weg zu Gott weiterzuhelfen, führe dir folgende Worte eines Priesters vor Augen, der Gott von ganzem Herzen suchte: »Heute beginnen die Exerzitien für Priester, die ich zu halten habe. Hoffentlich ziehen wir inneren Gewinn daraus, ich selbst an erster Stelle!«
Und etwas später: »Seit einigen Tagen laufen die Exerzitien. Es sind hundertzwanzig Teilnehmer. Ich hoffe, dass der Herr gründliche Arbeit in unseren Seelen leistet.«
Ein Priester bereitete sich mit folgendem Vorsatz auf das Stundengebet vor: »Ich werde es mir zur Gewohnheit machen, zu Beginn zu sagen: ›Ich will beten, wie die Heiligen beten‹. Dann werde ich meinen Schutzengel auffordern, mit mir in das Lob des Herrn einzustimmen.«
Versuche das auch bei deinen mündlichen Gebeten, und vertiefe auf diese Weise das Bewusstsein der Gegenwart Gottes in deiner Arbeit.
Wir müssen uns jene Worte Jesu zu eigen machen und auf uns selbst anwenden: »Desiderio desideravi hoc Pascha manducare vobiscum« – wie sehr habe ich mich danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu halten. Unsere anteilnehmende Liebe zum heiligen Opfer lässt sich kaum besser bezeugen als durch die sorgfältige Beobachtung der Liturgie – bis in die kleinsten Details –, die die Kirche in ihrer Weisheit vorgeschrieben hat.
Dazu soll uns neben der Liebe das Bedürfnis drängen, Christus ähnlich zu werden, nicht nur im Inneren, sondern auch äußerlich. Feierlichkeit und Harmonie – etwa beim Durchschreiten des weiten Altarraumes – sind Ausdruck einer Heiligkeit in Gehorsam, die sich dem Willen der Braut Christi, der Kirche, und somit Christus selbst unterwirft.
Gedenken wir aller Priester auf der ganzen Erde und beten wir für die Fruchtbarkeit ihrer apostolischen Arbeit!
Du, mein Bruder, der du Priester bist, sprich nur von Gott! Was du sagst, wird niemals langweilig sein, wenn du wirklich Ihm gehörst!
Die Predigt, die Predigt Christi als »Gekreuzigter«, ist das Wort Gottes.
Die Priester müssen sich auf die Ausübung dieses göttlichen Dienstes so gut wie möglich vorbereiten und dabei das Heil der Seelen vor Augen haben.
Die Laien sollen mit tiefer Ehrfurcht auf das Wort Gottes hören.
Ich freute mich, als jemand über einen Priester sagte: »Er predigt mit der ganzen Seele … und mit dem ganzen Leib.«
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/12417/ (08.05.2026)