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Jeden Tag beginnt deine Arbeit an der Seite Christi neu; jeden Tag auch die Sorge um die vielen Seelen, die Ihn suchen. Sei überzeugt, es gibt nur einen einzigen Weg: zum Herrn seine Zuflucht zu nehmen.
Nur im Gebet und mit dem Gebet lernen wir es, den Mitmenschen zu dienen!
Das innere Leben erstarkt dank der Mühe um die täglichen Frömmigkeitsübungen. Verrichte sie – nein, mehr: erfülle sie mit Leben und Liebe, denn unser Weg als Kinder Gottes ist ein Weg der Liebe.
Groß und schön ist die Sendung, die der göttliche Meister uns anvertraut hat: zu dienen! Diese Bereitschaft zu dienen verleiht dem Menschen eine innere Würde und entspricht genau der Liebe zur Freiheit, welche die Arbeit eines Christen prägen muss!
Vernachlässige nicht die Übung der brüderlichen Zurechtweisung, ein klarer Erweis der übernatürlichen Tugend der Nächstenliebe. Sie fällt schwer; ihr aus dem Wege zu gehen, mag bequem sein – sehr bequem sogar –, aber es verrät Mangel an übernatürlicher Zuwendung.
Für solche Unterlassungen wirst du Gott Rechenschaft ablegen müssen.
Musst du jemandem eine brüderliche Zurechtweisung erteilen, dann mit Fingerspitzengefühl – mit Nächstenliebe –, was Form wie Inhalt angeht; denn in diesem Augenblick bist du ein Werkzeug Gottes.
Wenn ihr es wirklich versteht, einander zu lieben und in einer warmherzigen Verbundenheit zu leben – die letztlich in der zartfühlenden Liebe Christi wurzelt –, dann werdet ihr euch gegenseitig stützen. Und einer, der gerade stolpern will, wird sich von dieser spürbaren festen Brüderlichkeit getragen und angespornt fühlen, Gott treu zu bleiben.
Stärke in dir den Willen zur Opferbereitschaft in den kleinen Dingen der Nächstenliebe, um allen Menschen den Weg der Heiligkeit mitten in der Welt liebenswert zu machen. Ein Lächeln kann manchmal der deutlichste Ausdruck für den Geist der Buße sein.
Sei jeden Tag von Herzen bereit, dir freudig und unauffällig das Leben ein wenig »sauer« zu machen, um den anderen zu dienen und ihnen das Leben angenehm zu machen.
Das ist die Art wahrer Liebe Christi.
Sei immer bestrebt, dass da, wo du bist, die gute Laune, die echte Freude herrschen, die Frucht des inneren Lebens sind.
Achte stets darauf – es kann eine hervorragende Übung der Selbstzucht sein! –, dass deine Unterhaltungen nicht um dich kreisen.
Die meisten Menschen, die persönliche Probleme haben, haben sie wie einen egoistischen Besitz: Sie kreisen nur um sich selbst.
Das Geheimnis, glücklich zu werden? – Verschenke dich an die anderen, diene ihnen – ohne Dank zu erwarten!
Ich nenne dir eine gute Verhaltensregel der Brüderlichkeit und der Dienstbereitschaft: Deine Aufgaben müssen auch dann, wenn du nicht da bist, von den anderen fortgeführt werden können. Denn du wirst ihnen großzügig deine Erfahrungen mitteilen und dich nicht unentbehrlich machen.
Ich gebrauche keine rhetorische Floskel, wenn ich dazu mahne, dass wir wie ein Teppich sein sollen, auf dem die anderen weich auftreten können. Das ist ganz und gar ernst gemeint.
Es ist schwer, gewiss, wie die Heiligkeit schwer ist; aber zugleich ist es auch leicht, weil – das betone ich immer wieder – heilig zu werden in jedermanns Reichweite liegt.
Wer wirklich liebt, dem bleibt keine Zeit mehr, sich selbst zu suchen, kein Raum für den Hochmut. Dem fallen nur Gelegenheiten zu dienen ein!
Es gibt keine schönere Herrschaft als die des Dienens; in Freiheit ein Diener aller sein!
Auf diese Weise werden die wahren Ehren errungen, auf Erden und im Himmel.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/12499/ (08.05.2026)