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Wenn ich ein Aussätziger wäre, so würde meine Mutter mich dennoch umarmen und küssen, ohne Angst, ohne Sorge …
Und die Muttergottes? – Gewahren wir unseren Aussatz, sehen wir uns von Geschwüren bedeckt, dann rufen wir zu ihr: Mutter! Und ihre schützende Fürsorge ist wie ein Kuss, der uns Heilung bringt.
Wende dich an Maria – Mutter, Tochter, Braut Gottes und unsere Mutter – und bitte sie, dir von der Heiligsten Dreifaltigkeit mehr Gnaden zu erwirken: die Gnade des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe, der Reue. So werden die heftigen, trockenen Winde, die manchmal alles, was im Leben eines Menschen blüht, zum Welken zu bringen scheinen, nicht verhindern können, dass deine Seele aufblüht – wie auch die deiner Brüder.
Maria, meine Mutter! Eine irdische Mutter liebt ganz besonders ihr schwächstes Kind, ihre zärtlichste Sorge gilt dem, das krank ist oder geistig zurückgeblieben oder behindert …
Du, meine Herrin, ich weiß, dass du mehr Mutter bist als alle Mütter dieser Welt zusammen … Und ich bin dein Kind, dein schwaches, krankes, krüppelhaftes, hässliches Kind …
Du darfst dich vollkommen sicher fühlen. Denn die Mutter, die uns geschenkt wurde, ist die Mutter Gottes, die seligste Jungfrau, die Königin des Himmels und der Welt – Maria.
Verlass mich nicht, mein Gott! Siehst Du nicht, dass Dein armes Kind sonst in einen tiefen Abgrund stürzen würde?
Maria, meine Mutter! Auch dein Kind bin ich ja …
»Quo modo fiet istud quoniam virum non cognosco?« – Wie soll etwas so Wunderbares geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Aus dieser Frage Mariens an den Engel spricht ihr aufrichtiges Herz.
Ein Blick auf Unsere Liebe Frau bestätigt mir den ehernen Grundsatz: wenn wir inneren Frieden haben und in Frieden leben wollen, müssen wir zutiefst aufrichtig sein – gegenüber Gott, gegenüber unserem Seelenführer und uns selbst gegenüber.
Wenn du eine Art »heiligen Stolz« empfindest, Sohn oder Tochter Unserer Lieben Frau zu sein, dann frage dich: Wie steht es mit den täglichen, von morgens bis abends nie aussetzenden Äußerungen meiner Liebe zu Maria?
Gott, der Allmächtige und Allwissende, musste sich seine irdische Mutter auswählen.
Welche hättest du dir ausgesucht, wenn du sie hättest auswählen sollen? Nun, ich denke, du und ich, wir hätten genau die gewählt, die wir haben, und sie mit allen Gaben geschmückt. Ebenso ist Gott verfahren. Deshalb kommt nach der Heiligsten Dreifaltigkeit Unserer Lieben Frau der höchste Rang zu.
Die Theologie hat diese Begnadung und das Heraus-genommen-sein aus der Knechtschaft Satans in dem Gedanken zusammengefasst: Es war angemessen, es war Gott möglich, also hat er es getan. Das ist der schlüssigste und klarste Erweis, dass Gott vom ersten Augenblick an seine Mutter mit allen Vorzügen ausstattete. Und darum ist Maria das schönste und lauterste, an Leib und Seele reinste Geschöpf.
Maria, unsere Mutter, ist ganz Güte und Herrlichkeit, ganz Majestät und Schönheit und Anmut. – Müssen wir eine solche Mutter nicht einfach lieben?
Flehe unablässig zur Gottesmutter, der Mutter aller Menschen! Sie wird mit mütterlicher Sanftmut die Liebe Gottes über alle herabrufen, mit denen du Umgang hast, damit auch sie entschiedene Zeugen Christi werden in ihrem Alltag, in ihrer beruflichen Arbeit.
Flehe die seligste Jungfrau an. Bitte sie unablässig, sie möge sich immer als deine Mutter erweisen: »Monstra te esse Matrem!«, sie möge in der Gnade ihres Sohnes deinen Verstand mit der guten Lehre erleuchten und dein Herz mit Liebe und Reinheit erfüllen. So wirst du selbst zu Gott gelangen und vielen Menschen die Wege Gottes weisen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/12790/ (08.05.2026)