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Du solltest die Besonnenheit, die Stärke und den Sinn für Verantwortung besitzen, die viele Menschen erst nach Jahren, im hohen Alter erlangen. Das wird dir, der du noch jung bist, gelingen, wenn du den Sinn für das Übernatürliche als Kind Gottes nicht verlierst. Der Herr wird dir dann all diese für eine apostolische Arbeit wünschenswerten Voraussetzungen schenken, und zwar in noch reicherem Maße als den Alten.
Mit deinem Frömmigkeitsleben wirst du lernen, die Tugenden zu üben, die für ein Kind Gottes, einen Christen, grundlegend sind.
Und mit diesen Tugenden wirst du dir auch eine Vielzahl von geistlichen Werten aneignen, die unwichtig scheinen, jedoch sehr wichtig sind; kleine, funkelnde Edelsteine, die wir auf unserem Weg auflesen, um sie – im Dienst an unseren Mitmenschen – vor Gottes Thron zu bringen: Einfachheit, Freude, Loyalität, Friedfertigkeit, kleine Verzichte, unauffällige Dienste, treue Pflichterfüllung, Freundlichkeit …
Sei nicht so träge! Warte nicht auf das neue Jahr, um Entscheidungen zu treffen! Für einen guten Entschluss ist jeder Tag geeignet. »Hodie, nunc!« – Heute, jetzt!
Es sind in der Regel phlegmatische Spießer, die immer erst nächstes Jahr anfangen wollen – so fangen sie nie an!
Entfalte die guten menschlichen Eigenschaften in dir. Auf dieser Grundlage kannst du den Bau deiner Heiligung errichten. Aber bedenke gleichzeitig, was ich dir gelegentlich gesagt habe: Im Dienst an Gott muss alles zu einem Brandopfer werden, auch die Angst vor dem Urteil der Leute und – wenn nötig – vor der Preisgabe dessen, was man guten Ruf nennt.
Arbeite mit Freude und Frieden in der Gegenwart Gottes!
Das wird dir dazu verhelfen, deine Aufgabe mit gesundem Menschenverstand zu bewältigen. Du wirst deine Arbeit abschließen, auch wenn du dich erschöpft fühlst; du wirst solide und gute Arbeit leisten … und dein Tagewerk wird Gott wohlgefällig sein.
In der rechten Weise nachgiebig und fest zugleich meinte jener hochgebildete und heiligmäßige Freund: Ich schicke mich in alles, soweit es sich nicht um eine Beleidigung Gottes handelt.
Mich hat diese Haltung beeindruckt.
Herr – so hast du Ihm versichert –, ich möchte gern dankbar sein, immer und allen gegenüber möchte ich dankbar sein.
Gut – du bist weder ein Stein, noch eine Eiche, noch ein Maultier; du gehörst nicht zu den Geschöpfen, deren ganze Bestimmung sich auf dieser Erde erschöpft. Denn Gott hat dich zu seinem Sohn, zu seiner Tochter machen wollen … und Er liebt dich »in caritate perpetua«, mit ewiger Liebe.
Du möchtest gern dankbar sein? Willst du bei Gott, dem Herrn, eine Ausnahme machen? Jeden Tag soll aus deiner Seele ein stürmisches Dankgebet zum Himmel aufsteigen!
Du hast mich oft vom Apostolat »ad fidem« sprechen hören.
Ich habe meine Meinung nicht geändert! Überall in der Welt bietet sich uns ein wunderbar weites Feld für unsere Arbeit mit Menschen, die zwar den wahren Glauben nicht kennen, aber persönlich rechtschaffen, großherzig und froh sind.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/12793/ (08.05.2026)