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Du willst dir eine freiwillige Strafe wegen deiner Schwäche und deines Mangels an Großmut auferlegen? – Gut, aber es sollte eine diskrete Buße sein, wie für einen Feind, der gleichzeitig unser Bruder ist.
Denke nicht mehr an deinen Sturz. – Dieser Gedanke überschattet und belastet dich wie eine Steinplatte und kann dir leicht Anlass zu neuen Versuchungen werden. – Christus hat dir vergeben, vergiss den alten Menschen!
Werde nicht mutlos. – Ich sah dich kämpfen … Deine heutige Niederlage ist eine gute Übung für den endgültigen Sieg.
Dies war doch ein Scheitern, eine schwere Schlappe, weil du unseren Geist verloren hast. – Du weißt ganz gut, übernatürlich betrachtet trägt das Ende – Erfolg oder Misserfolg, ganz gleich! – nur einen Namen: Sieg.
Wo du doch selber so erbärmlich bist, was wunderst du dich, dass auch die anderen ihre Fehler haben?
Die Macht der Nächstenliebe! – Eure beiderseitige Schwäche ist auch eine Stütze, die aufrecht hält in der Erfüllung eurer Pflicht, wenn ihr die gesegnete Brüderlichkeit lebt; so wie sich Spielkarten, gegeneinander gelehnt, aufrecht halten.
Wenn deine Erbärmlichkeiten dir zusetzen, werde ja nicht traurig. – Rühme dich deiner Schwachheiten wie der heilige Paulus; denn den Kindern steht es zu, die Großen nachzuahmen, ohne dass sie sich dabei lächerlich machen.
Dass doch deine Fehler und Unvollkommenheiten, selbst deine schweren Stürze, dich nicht von Gott trennen. – Ein schwaches Kind hält sich, wenn es klug ist, dicht an seinen Vater.
Nicht zu erschüttern, so musst du sein. – Wenn fremde oder eigene Erbärmlichkeit deine Beharrlichkeit ins Wanken bringt, bekomme ich ein trauriges Bild von deinem Ideal.
Entscheide dich ein für allemal.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10469/ (08.05.2026)