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Ich gebe zu, du hast aus Schwäche schlecht gehandelt.
Doch bleibt mir unverständlich, weshalb du nicht mit klarsichtigem Gewissen reagierst; denn du darfst nicht das Böse tun und dann sagen oder meinen, es sei in Ordnung gewesen oder ohne Bedeutung.
Wenn ich ein Aussätziger wäre, so würde meine Mutter mich dennoch umarmen und küssen, ohne Angst, ohne Sorge …
Und die Muttergottes? – Gewahren wir unseren Aussatz, sehen wir uns von Geschwüren bedeckt, dann rufen wir zu ihr: Mutter! Und ihre schützende Fürsorge ist wie ein Kuss, der uns Heilung bringt.
Wenn du gesündigt hast oder die Last deiner Armseligkeit dich niederdrückt, dann bete in fester Hoffnung: Herr, Du siehst, dass ich krank bin. Herr, der Du aus Liebe zu mir am Kreuz gestorben bist, komm und heile mich.
Hab Vertrauen, sage ich dir noch einmal. Appelliere beharrlich an sein unendlich liebevolles Herz! Wie die Aussätzigen des Evangeliums wird Er auch dich gesund machen.
Dies war dein Gebet: »Meine Erbärmlichkeiten bedrücken mich, aber sie erdrücken mich nicht, denn ich bin Kind Gottes. Sühnen … Lieben …« Und dann sagtest du noch: »Ich will mir meine Schwachheit zunutze machen wie der heilige Paulus, denn ich weiß, dass der Herr die, die auf Ihn vertrauen, nicht verlässt.«
Ich habe dich darin bestärkt. Mit der Gnade Gottes vermagst du alles. Du wirst dein Elend und deine Schwächen überwinden.
Reumütig sagst du mir: »Wie viel Elend gewahre ich in mir! Ich komme mir vor, als hätte ich niemals das Geringste getan, um Gott näherzukommen – so stumpf bin ich, so sehr von bösen Begierden geplagt. Anfangen, anfangen … O Herr, immer nur dieses Anfangen! Aber ich will versuchen, mir jeden Tag von neuem einen mächtigen Ruck zu geben.«
Gott segne deinen Vorsatz!
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10469/ (08.05.2026)