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Weise nicht zurecht, solange du noch die Empörung über einen begangenen Fehler empfindest. – Warte den nächsten Tag ab, vielleicht noch länger. – Aber sobald du dich beruhigt und deine Absicht geläutert hast, weise auf jeden Fall zurecht. – Mit einem einzigen liebevollen Wort wirst du mehr erreichen als mit drei Stunden Streit. – Zügle dein Temperament.
Du bist beunruhigt. – Was immer auch in deinem inneren Leben oder in der Umwelt vor sich geht, behalte stets im Blick, dass die Bedeutung von Ereignissen und Personen sehr relativ ist. – Bleibe ruhig. Lass Zeit darüber vergehen; später dann, wenn du die Dinge und die Menschen mit Abstand und Unbefangenheit betrachtest, wirst du alles an seinem Platz und in seiner wirklichen Größenordnung sehen.
Wenn du so verfährst, bist du gerechter und ersparst dir manche Sorge.
Du schreibst mir: »Der große Wunsch, den wir alle haben, dass ›dies‹ vorangehe und sich ausbreite, scheint sich in Ungeduld verwandeln zu wollen. Wann kommt der große Durchbruch, wann wird die Welt unser sein?«
Und du fügst hinzu: »Der Wunsch wird nicht unnütz bleiben, wenn wir ihn dafür nutzen, den Herrn zu ›zwingen‹ und zu bedrängen: Dann werden wir die Zeit im Voraus gut genutzt haben.«
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/10576/ (08.05.2026)