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Es gibt 5 Nummer in «Die Spur des Sämanns» deren Stichwort lautet Geduld.

Du bist froher. Aber diesmal ist es eine Freude, die mit einer gewissen Ungeduld und Nervosität verbunden ist und bei der du zugleich spürst, dass etwas in dir zerreißt – und geopfert wird.

Hör mir gut zu: Auf dieser Erde gibt es nicht das vollkommene Glück. Gerade darum sollst du dich – und zwar jetzt gleich, wortlos und ohne Selbstmitleid – Gott als Gabe darbringen, ganz und gar, bedingungslos …

Für gewöhnlich entfaltet die Gnade ihre Wirkungen – ähnlich wie die Natur – in Stufen. Strenggenommen können wir diesem Prozess nicht vorgreifen. Aber in allem, was von uns abhängt, müssen wir der Gnade den Boden bereiten und mitwirken, wenn Gott sie uns schenkt.

Deshalb muss die Seele auf das höchste Ziel hin ausgerichtet sein: sie muss zu diesem Ziel, das Christus ist, sanft gedrängt, aber auch bis zur letzten Konsequenz geführt werden, ohne Kompromisse, ohne Relativierungen … Doch dürfen wir dabei nicht vergessen, dass ja Heiligkeit primär keine Sache von »Kraftakten« ist. Im allgemeinen hat die Gnade ihren eigenen Rhythmus, der sich gewaltsamen Anstrengungen entzieht.

Eine heilige Ungeduld darfst du, sollst du sogar entfachen – aber verlier dabei nicht die Geduld!

Es geht nicht darum, dass du deine Pflichten in Hektik verrichtest, sondern darum, dass du sie kontinuierlich erfüllst, nach dem Schrittmaß Gottes.

Wenn du ärgerlich wirst – manchmal kann es nötig sein, andere Male geschieht es aus Schwäche –, dann nur für ganz kurze Zeit – und immer mit spürbarer Zuwendung, in Liebe!

Ich nenne dir das Heilmittel gegen deine innere Unruhe: Geduld, Lauterkeit der Absicht und übernatürliche Sicht.