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Es gibt 11 Nummer in «Der Weg» deren Stichwort lautet Universalität.

Denke nicht wie ein Spießer. – Mache dein Herz weit, weltweit, »katholisch«.

Flattere nicht wie eine Henne, wenn du wie ein Adler aufsteigen kannst.

Missionar. Du träumst davon, Missionar zu werden. Du glühst wie Franz Xaver. Du willst ein Reich für Christus erobern. Japan, China, Indien, Russland … die Länder des kalten Nordens, Amerika, Afrika, Australien.

Entfache dieses Glühen in deinem Herzen noch mehr, diesen Hunger nach Seelen. Aber denke daran, dass du ein besserer Missionar wirst, wenn du gehorchst. Räumlich weit getrennt von diesen Missionsgebieten, arbeitest du »hier« und »dort«. Spürst du nicht, wie Franz Xaver, dass dir dein Arm erlahmt, weil du den ganzen Tag taufst?

»Katholisch« sein heißt seine Heimat lieben, niemandem in dieser Liebe nachstehen. Und gleichzeitig, die aufrichtigen Bemühungen aller anderen Länder auch als die meinen betrachten. Wieviel vom Ruhm Frankreichs ist auch mein Ruhm! Und ebenso ist der berechtigte Stolz der Deutschen, der Italiener, der Engländer … der Amerikaner, der Asiaten, der Afrikaner auch mein Stolz.

Katholisch: großes Herz, weiter Geist!

Je näher ein Apostel Gott ist, um so offener für alles wird er. Sein Herz weitet sich, damit alle und alles in den Wunsch einbezogen werden, Jesus das All zu Füßen zu legen.

Ich kann verstehen, dass du deine Heimat und die Deinen sehr liebst und trotz deiner Bindungen voller Ungeduld auf den Augenblick wartest, da du Länder und Meere durchqueren kannst – weit hinauszugehen! –, weil der Eifer um die Ernte dich wach hält.

Du hast Recht. – Vom Gipfel aus, so schreibst du mir, sieht man, so weit das Auge reicht, im Umkreis von vielen Kilometern, nichts von einer Ebene. Hinter jedem Berg erscheint ein neuer. Und wo die Landschaft zu verschwimmen scheint, kommt eine neue Bergkette zum Vorschein, sobald sich der Nebel hebt.

So ist er, und so soll er sein, der Horizont deines Apostolates: die Welt muss durchquert werden. Aber es gibt keine fertigen Wege für euch … Ihr werdet sie wohl quer durchs Gebirge mit euren eigenen Füßen bahnen müssen.

Du warst verblüfft darüber, dass ich die fehlende »Gleichförmigkeit« in diesem Apostolat, in dem du arbeitest, guthieß. Und ich sagte dir:

Einheit und Vielfalt. – Ihr müsst so verschieden sein wie die Heiligen im Himmel verschieden sind, denn jeder von ihnen hat seine besondere persönliche Note. – Darüber hinaus aber müsst ihr einander gleichen wie die Heiligen, die nicht heilig wären, wäre nicht jeder von ihnen eins mit Christus geworden.

Bildet mir keine Cliquen in eurer Arbeit. – Das hieße das Apostolat verkleinern; denn wenn die Clique zu guter Letzt an die Führung eines universellen Unternehmens gelangt … wie bald artet dann das universelle Unternehmen in eine Clique aus.

Du sagtest mir entmutigt, es gebe viele Wege. – Es muss sie geben, damit alle Menschen den ihren in dieser bewundernswerten Vielfalt finden können.

Ratlosigkeit? – Wähle ein für allemal, und die Ratlosigkeit wird sich in Sicherheit verwandeln.

Freu dich zu sehen, dass andere in guten apostolischen Werken arbeiten. – Bitte für sie um Gottes reiche Gnade und darum, dass sie dieser Gnade entsprechen.

Aber du, weiter auf deinem Weg! Sei gewiss, für dich gibt es keinen anderen.

Es zeugt von schlechtem Geist, wenn es dich schmerzt, dass andere für Christus arbeiten, ohne auf deine Arbeit zu zählen. – Erinnere dich an die Stelle beim heiligen Markus: »Meister, wir haben einen gesehen, der in deinem Namen böse Geister austrieb und der nicht zu uns gehört. Wir verboten es ihm.« – »Ihr sollt es ihm nicht verbieten«, antwortete Jesus, »weil keiner, der in meinem Namen Wunder wirkt, hernach schlecht von mir reden könnte. Wer nicht gegen euch ist, ist für euch.«

Verzeichnis der Schriftstellen