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Das Pfingstwunder besteht darin, dass alle Wege dieser Erde ihre göttliche Weihe erhalten. Nie darf es dahingehend missverstanden werden, dass nur einem einzigen Weg – auf Kosten der anderen Wege – ein Monopol oder eine ausschließliche Wertschätzung zukäme.
Pfingsten: das ist die unbeschreibliche Vielfalt der Sprachen, der Umstände, der mannigfachen Formen, in denen wir Gott begegnen – keine aufgezwungene Gleichförmigkeit.
Du möchtest dir eine wirklich katholische, eine »universale« Geisteshaltung aneignen. Ich schreibe dir hier einige ihrer Merkmale auf:
Weiter Horizont! Die unwandelbare, lebendige Wahrheit des katholischen Glaubens in ihrer Tiefe zu ergründen versuchen;
das gesunde und solide – nicht oberflächliche! – Streben danach, die fundamentalen Lehren der Tradition zu erneuern, etwa in der Philosophie und Geschichtsinterpretation;
ein waches Gespür für die zeitgenössischen Denkströmungen und wissenschaftlichen Tendenzen;
schließlich eine positive und offene Haltung gegenüber den zeitbedingten Strukturwandlungen in der Gesellschaft und in den Lebensformen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/10674/ (08.05.2026)