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Wie schön ist es, das Leben um des Lebens willen zu verlieren!
Christus ist für dich gestorben. – Du … was musst du für Christus tun?
Du sagst mir: Ja, du willst es. – Gut, aber willst du es so, wie ein Geizhals sein Geld will, wie eine Mutter ihr Kind liebt, wie ein Streber nach Ehren verlangt, wie ein unglücklicher Lüstling nach seiner Befriedigung sucht?
Nein? – Dann willst du auch nicht.
Wenn du dir doch vornehmen wolltest, Gott »allen Ernstes« zu dienen; mit dem gleichen Fleiß, den du für deinen Ehrgeiz, deine Eitelkeit, deine Sinnlichkeit aufwendest! …
Wie wenig ist ein Leben, um es Gott anzubieten! …
»Nesciebatis quia in his quae Patris mei sunt oportet me esse?« – Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?
Antwort des zwölfjährigen Jesus. Antwort an eine Mutter, wie seine Mutter es war, die Ihn seit drei Tagen sucht und Ihn verloren glaubt. – Antwort, die durch jene Worte Christi ergänzt wird, die der heilige Matthäus überliefert: »Wer seinen Vater und seine Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.«
Wenn ihr euch Gott in der Welt hingeben wollt, muss noch vor eurer Gelehrsamkeit die Frömmigkeit kommen – die Frauen brauchen nicht gelehrt zu sein, es genügt, dass sie klug sind1. Ihr müsst eng verbunden sein mit dem Herrn im Gebet; ihr müsst einen unsichtbaren Mantel tragen, der alle eure Sinne und jede eurer Kräfte umhüllt: beten, beten und beten; sühnen, sühnen und sühnen.
1Als dieses Buch entstand, waren Frauen mit einem Universitätsabschluss noch die Ausnahme, auch wenn der Autor schon damals diejenigen, die er priesterlich betreute und die sich zu einem Universitätsstudium hingezogen fühlten, dazu ermunterte, ihrer akademischen Berufung zu folgen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/camino/11446/ (08.05.2026)