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Es gibt 11 Nummer in «Der Weg» deren Stichwort lautet Mittel, Hilfsmittel  → übernatürliche Hilfsmittel .

Du hast mir geschrieben: »Die Schlichtheit ist das Salz der Vollkommenheit. Gerade das fehlt mir. Ich möchte die Schlichtheit finden, mit Seiner Hilfe und mit der Ihren.«

Weder die Seine noch die meine wird dir fehlen. – Setze die Mittel ein.

»Quia hic homo coepit aedificare et non potuit consummare.« Er begann zu bauen und konnte es nicht zu Ende bringen!

Ein trauriger Kommentar; es liegt an dir zu verhindern, dass man so über dich redet. Denn du hast alle Mittel, um das Gebäude deiner Heiligung zu vollenden: die Gnade Gottes und deinen Willen.

Welche Mittel? – Keine anderen als die des Petrus und Paulus, Dominikus und Franziskus, Ignatius und Franz Xaver: das Kreuz und das Evangelium.

Scheint dir das zu wenig?

Bei apostolischen Unternehmungen empfiehlt es sich, ist es sogar Pflicht, deine irdischen Hilfs-mittel nüchtern einzuschätzen: 2 + 2 = 4.

Aber vergiss nicht, niemals, dass du glücklicherweise noch mit einem weiteren Posten rechnen muss: Gott + 2 + 2 …

Du seiest … ein Nichts. – Andere hätten Wunder an Organisation, an Presse, an Propaganda geschaffen und schaffen sie noch immer. Sie hätten alle Hilfsmittel, während du keines hast? … Gut, denke an Ignatius: Unter den Doktoren von Alcalá ein Unwissender. – Unter den Studenten von Paris ein armer Hungerleider. – Verfolgt, verleumdet …

Das ist der Weg: liebe und glaube und … leide! Deine Liebe und dein Glaube und dein Kreuz sind unfehlbare Mittel, um die apostolische Sehnsucht, die du im Herzen trägst, zu verwirklichen und zu verewigen.

Du möchtest diesen gelehrten Menschen für dein Apostolat gewinnen, und jenen mächtigen und jenen erfahrenen und tugendhaften.

Bete, opfere und wirke auf sie ein durch dein Beispiel und dein Wort. – Sie kommen nicht! – Verliere deshalb nicht den Frieden: Sie sind wohl nicht nötig.

Glaubst du, es habe nicht auch Zeitgenossen des Petrus gegeben, die gelehrt und mächtig und erfahren und tugendhaft waren, außerhalb des Apostolates der ersten Zwölf?

Führender Mann sein! … Vermännliche deinen Willen, damit Gott dich zu einem Führenden macht. Siehst du nicht, wie die gottfeindlichen Geheimbünde vorgehen? Nie haben sie die Massen erobert. – In ihren Zentren bilden sie einen Kader teuflischer Menschen heran, welche die Menge aufrühren und aufwiegeln und ihr den Kopf verdrehen, um sie hinter sich zu bringen und in den Abgrund der Unordnung zu führen … in die Hölle. – Sie bringen eine Saat des Fluches.

Wenn du nur willst … dann bringst du das Wort Gottes, das tausend und abertausendmal gesegnet ist und nie fehlgehen kann. Wenn du nur großzügig bist … wenn du nur deiner eigenen Heiligung treu bist, wirst du die der anderen bewirken, das Königtum Christi: »Omnes cum Petro ad Iesum per Mariam.«

Was für Unterhaltungen! Wie gemein und … wie ekelhaft! Und du musst mit ihnen im Büro, in der Universität, im Operationssaal – in der Welt – zusammenleben.

Bittest du sie, sie möchten den Mund halten, machen sie sich über dich lustig. – Zeigst du ein ärgerliches Gesicht, bleiben sie erst recht dabei. – Gehst du, machen sie weiter.

Zu tun ist folgendes: zunächst sie Gott anempfehlen und Sühne leisten; dann, ihnen männlich die Stirn bieten und das »Apostolat der scharfen Zunge« ausüben. – Wenn wir uns treffen, werde ich dir eine ganze Sammlung passender Ausdrücke ins Ohr flüstern.

Das Kreuz auf deiner Brust? … Gut. Aber … das Kreuz auf deinen Schultern, das Kreuz in deinem Fleisch, das Kreuz in deinem Verstand. – Nur so lebst du für Christus, mit Christus und in Christus. Nur so bist du Apostel.

Wenn ihr euch Gott in der Welt hingeben wollt, muss noch vor eurer Gelehrsamkeit die Frömmigkeit kommen – die Frauen brauchen nicht gelehrt zu sein, es genügt, dass sie klug sind1. Ihr müsst eng verbunden sein mit dem Herrn im Gebet; ihr müsst einen unsichtbaren Mantel tragen, der alle eure Sinne und jede eurer Kräfte umhüllt: beten, beten und beten; sühnen, sühnen und sühnen.

Du musst unbedingt ein »Mensch Gottes« sein, ein Mensch des inneren Lebens, ein Mensch des Gebetes und des Opfers. – Dein Apostolat muss ein Überfließen deines Lebens »aus der Tiefe« sein.

Verzeichnis der Schriftstellen
Anmerkungen
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1Als dieses Buch entstand, waren Frauen mit einem Universitätsabschluss noch die Ausnahme, auch wenn der Autor schon damals diejenigen, die er priesterlich betreute und die sich zu einem Universitätsstudium hingezogen fühlten, dazu ermunterte, ihrer akademischen Berufung zu folgen.