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Es gibt 7 Nummer in «Der Weg» deren Stichwort lautet Gegenwart Gottes  → im Alltagsleben.

Du hast mir einmal gesagt, du seiest wie eine gestörte Uhr, die zu falscher Stunde schlägt: zur Zeit des Gebetes seiest du leer, kalt und trocken; dagegen ertapptest du dich plötzlich und ganz unerwartet beim Beten auf der Straße, im alltäglichen Getriebe, im ärgsten Trubel der Stadt, in der arbeitsamen Stille deines Berufes … Zu falscher Stunde? Mag sein, aber die Schläge deiner Uhr sollten nicht ungenutzt bleiben. – Der Geist weht, wo Er will.

Fasse keinen Entschluss, ohne die Angelegenheit vor Gott erwogen zu haben.

Sei nicht so blind und gedankenlos, dich nicht in jeden Tabernakel zu versetzen, wenn du die Türme oder Mauern eines Gotteshauses entdeckst. – Er wartet auf dich.

Sei nicht so blind und gedankenlos, dass du nicht ein Stoßgebet zur Unbefleckten Mutter Maria betest, wenn du an Orten vorbeigehst, von denen du weißt, dass man dort Christus beleidigt.

Freust du dich nicht, wenn du auf deinem gewohnten Weg durch die Straßen der Stadt einen neuen Tabernakel entdeckst?

Frage dich viele Male am Tage: Tu ich in diesem Augenblick, was ich tun soll?

Du willst wirklich heilig werden? – Erfülle die kleine Pflicht jeden Augenblicks! Tu das, was du sollst, und sei ganz in dem, was du tust.

Du bist voller Erbärmlichkeiten. – Jeden Tag siehst du sie deutlicher. – Aber sie sollen dich nicht erschrecken. – Er weiß gut, dass du nicht mehr Frucht bringen kannst.

Dein unfreiwilliges Hinfallen – das Hinfallen eines Kindes – bewirkt, dass dein Vater Gott nur noch mehr auf dich Acht gibt und dass deine Mutter Maria dich nicht von ihrer liebenden Hand lässt. Nütze das aus, und wenn der Herr dich Tag für Tag vom Boden aufhebt, dann umarme Ihn mit aller Kraft und lehne deinen armseligen Kopf an seine geöffnete Brust, damit die Schläge seines liebenden Herzens dich am Ende verrückt machen.

Verzeichnis der Schriftstellen