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Es gibt 5 Nummer in «Christus begegnen » deren Stichwort lautet Berufung des Christen, christliche Berufung  → göttliche Erwählung .

Das liturgische Jahr beginnt, und der Introitus der Heiligen Messe fordert uns auf, eine Wirklichkeit zu bedenken, die eng mit dem Beginn unseres christlichen Lebens zusammenhängt: die Berufung, die wir empfangen haben. Vias tuas, Domine, demonstra mihi, et semitas tuas edoce me1: Herr, zeige mir Deine Wege, lehre mich Deine Pfade. Wir bitten den Herrn, Er möge uns führen, Er möge uns seine Wege zeigen, damit wir zu jener Vollendung seiner Gebote gelangen, welche die Liebe ist.2

Wenn ihr an die Umstände denkt, die eure Entscheidung, euch für ein echtes Leben aus dem Glauben einzusetzen, begleitet haben, dann werdet ihr – wie ich – dem Herrn sehr viel danken, in der aufrichtigen Überzeugung – ohne falsche Demut –, dass es kein eigenes Verdienst war. In der Regel lernten wir von klein auf, aus dem Mund christlicher Eltern, Gott anzurufen; später haben uns Lehrer, Kollegen, Bekannte tausendfach geholfen, Jesus Christus nicht aus den Augen zu verlieren.

Eines Tages – ich will hier nicht verallgemeinern: öffne du selbst dem Herrn dein Herz und erzähle Ihm deine eigene Geschichte – war es vielleicht ein Freund, ein gewöhnlicher Christ wie du, der dir eine tiefere Sicht erschloss, neu und doch zugleich alt wie das Evangelium. Er zeigte dir die Möglichkeit, dich ernsthaft um die Nachfolge Christi zu bemühen und Apostel von Aposteln zu sein. Vielleicht war es von diesem Augenblick an mit deiner Ruhe vorbei, und du erlangtest sie erst wieder, in Frieden verwandelt, als du freiwillig Gott mit einem Ja geantwortet hattest: weil du – und das ist ein sehr übernatürlicher Grund – es eben so wolltest. Und dann kam die Freude, jene starke und beständige Freude, die nur dann schwindet, wenn du dich von Ihm abwendest.

Ich rede nicht gern von Auserwählten und Privilegierten; aber es ist Christus selbst, der davon spricht und der auserwählt, es ist die Sprache der Heiligen Schrift: elegit nos in ipso ante mundi constitutionem, sagt der heilige Paulus, ut essemus sancti3. Er hat uns auserwählt, schon vor Erschaffung der Welt, dass wir heilig seien. Ich weiß, dass dich dies nicht hochmütig macht und dass du dich deswegen nicht für besser als die anderen Menschen hältst. Diese Auserwählung, die Wurzel der Berufung, soll gerade die Grundlage deiner Demut sein. Ist dem Pinsel eines großen Malers je ein Denkmal gesetzt worden? Er diente dazu, Meisterwerke zu schaffen, aber das Verdienst gehört dem Künstler. Wir Christen sind nur Werkzeuge des Schöpfers der Welt, des Erlösers aller Menschen.

Die Apostel waren gewöhnliche Menschen

Es ermutigt mich, ein ganz ähnliches Ereignis zu betrachten, dessen Hergang Schritt für Schritt auf den Seiten des Evangeliums erzählt wird: die Berufung der ersten Zwölf. Wir wollen sie langsam erwägen und dabei diese heiligen Zeugen des Herrn darum bitten, dass wir Christus nachzufolgen verstehen, wie sie es taten.

Jene ersten Apostel, die ich so sehr liebe und verehre, galten, nach menschlichen Maßstäben, recht wenig. Was ihre gesellschaftliche Stellung angeht, waren sie – mit Ausnahme von Matthäus, der sicherlich gut verdiente und dann alles verließ, als Jesus ihn dazu aufforderte – allesamt Fischer. Sie lebten von der Hand in den Mund und arbeiteten nachts für ihren Lebensunterhalt.

Die gesellschaftliche Stellung mag vielleicht am wenigsten zählen. Doch sie waren auch nicht gebildet, nicht einmal sonderlich begabt, wenigstens was die übernatürlichen Dinge betrifft. Selbst die einfachsten Beispiele und Vergleiche wollten ihnen nicht eingehen, sie wandten sich an den Meister: Domine, edissere nobis parabolam4, Herr, erkläre uns das Gleichnis. Als Jesus sie einmal in bildlicher Rede vor dem Sauerteig der Pharisäer warnt, denken sie, Er tadele sie, weil sie kein Brot gekauft hätten.5

Arm, unwissend. Nicht einmal einfach und schlicht sind sie. Bei aller Beschränktheit sind sie obendrein voll Ehrgeiz. Oft streiten sie darüber, wer der größte von ihnen sein wird, wenn – nach ihren Vorstellungen – Christus endgültig das Reich Israel auf Erden errichtet haben wird. Sie streiten und erhitzen sich während des erhabenen Augenblicks, da Jesus im Begriff ist, sich für die Menschheit zu opfern, beim Letzten Abendmahl.6

Glaube, wenig. Christus selbst sagt es ihnen.7 Sie sahen Ihn Tote auferwecken, Krankheiten aller Art heilen, Brot und Fische vermehren, Stürme stillen, Teufel austreiben. Der heilige Petrus, zum Haupt ausersehen, ist der einzige, der ohne Umschweife antworten kann: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!8 Doch er interpretiert diesen Glauben auf seine Art und erlaubt sich, Christus Vorhaltungen zu machen, damit Er sich nicht zum Heil der Menschen hingebe. Jesus muss ihm entgegentreten: Weg von mir, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.9 »Petrus«, bemerkt der heilige Johannes Chrysostomus, »dachte nach Menschenart und meinte, das alles« – Passion und Tod – »wäre Christi unwürdig, verwerflich. Darum tadelt ihn Jesus und sagt ihm: nein, Leiden ist meiner nicht unwürdig; du denkst nur so, weil du nach Menschenart urteilst, nach Art des Fleisches.«10

Zeichneten sich diese kleingläubigen Männer vielleicht durch ihre Liebe zu Christus aus? Kein Zweifel, dass sie Ihn liebten, zumindest mit Worten. Mitunter werden sie hingerissen von Begeisterung: Lasst uns mit Ihm gehen, um mit Ihm zu sterben!11 Doch in der Stunde der Wahrheit fliehen alle, außer Johannes, der wirklich mit Werken liebte. Nur er, der jüngste unter den Aposteln, bleibt unter dem Kreuz. Die anderen empfanden nicht jene Liebe, die stark ist wie der Tod.12

Das waren die vom Herrn erwählten Jünger; so sucht sie Christus aus; so traten sie auf, bevor sie, voll des Heiligen Geistes, zu Säulen der Kirche wurden.13 Es sind gewöhnliche Menschen, mit Fehlern und Schwächen, mit Worten, die weiter als ihre Taten reichen. Und dennoch: Jesus ruft sie, um aus ihnen Menschenfischer14, Miterlöser, Verwalter der Gnade Gottes zu machen.

Wir wollen jetzt bei einigen der vielen Szenen, die uns im Evangelium erhalten sind, etwas verweilen. Beginnen wir mit den Berichten, die uns Jesus im Kreise der Zwölf zeigen. Der Apostel Johannes, in dessen Evangelium die Erfahrung eines ganzen Lebens spürbar wird, berichtet über jene erste Unterhaltung mit dem Zauber, der über den Dingen liegt, die man niemals mehr vergisst: Meister, wo wohnst Du? Er sagte zu ihnen: Kommt und seht! Da kamen sie mit und sahen, wo Er wohnte, und blieben jenen Tag bei Ihm.21

Es war ein göttlicher und zugleich menschlicher Dialog, der das Leben des Johannes und des Andreas, des Petrus, Jakobus und so vieler anderer umwandelte, ein Dialog, der die Herzen darauf vorbereitete, das gebietende Wort aufzunehmen, das Jesus am Galiläischen See an sie richtete: Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah Er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte Er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten Ihm nach.22

Die nächsten drei Jahre verbringen die Jünger an der Seite Jesu. Er kennt sie, antwortet auf ihre Fragen, zerstreut ihre Zweifel. Er ist der Rabbi, der Lehrer, der mit Autorität spricht, der von Gott gesandte Messias. Aber zugleich ist Er allen zugänglich und nahe. Eines Tages zieht sich Jesus zum Gebet zurück; die Jünger waren in der Nähe, vielleicht schauten sie auf Ihn und versuchten, seine Worte zu erraten. Als Jesus zurückkehrt, bittet Ihn einer seiner Jünger: Domine, doce nos orare, sicut docuit et Ioannes discipulos suos.Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! Da sagte Er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde Dein Name …23

Mit göttlicher Autorität und zugleich mit menschlichem Feingefühl empfängt der Herr die Apostel, die Ihm – voll Staunen über die Früchte ihrer ersten Sendung – von den Erstlingen ihres Apostolates berichten: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!24

Eine sehr ähnliche Szene wiederholt sich gegen Ende des Erdenlebens Jesu kurz vor der Himmelfahrt: Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Der als Mensch gefragt hat, spricht nun als Gott: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr!

Und Gott erwartet sie am Ufer: Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf einen Fisch und Brot liegen. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt! Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz ans Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte Ihn zu befragen: Wer bist Du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.25

Dieses Feingefühl und diese Liebe bekundet Jesus nicht nur einer kleinen Gruppe von Jüngern, sondern allen gegenüber: den frommen Frauen, den Vertretern des Hohen Rates wie Nikodemus und den Zöllnern wie Zachäus, den Kranken und den Gesunden, den Schriftgelehrten und den Heiden, einzelnen und Menschenmassen.

Das Evangelium berichtet uns, dass Jesus nichts hatte, wohin Er sein Haupt legen konnte, aber es erzählt uns auch, dass Er geliebte und vertraute Freunde besaß, die Ihn in ihr Haus aufnehmen wollten. Und es berichtet auch von seinem Mitleid mit den Kranken, von seinem Schmerz über die Unwissenden und Irrenden, von seinem Unwillen über die Heuchelei. Jesus weint über den Tod des Lazarus, Er gerät in Zorn angesichts der Händler, die den Tempel entweihen, und das Leid der Witwe von Naïn geht Ihm zu Herzen.

Erlaubt mir, dass ich euch ein persönliches Erlebnis erzähle, das schon viele Jahre zurückliegt. Ein Freund, ein guter Mensch, aber ohne Glauben, sagte mir eines Tages, während er auf eine Weltkarte zeigte: »Sehen Sie, von Norden bis Süden, von Osten bis Westen.« »Was soll ich sehen?« fragte ich ihn. Und er antwortete: »Das Scheitern Christi. Seit so vielen Jahrhunderten versucht man, seine Lehre im Leben der Menschen wirksam sein zu lassen, und sehen Sie nun das Ergebnis.« Zunächst überkam mich Traurigkeit; es ist wirklich schmerzlich zu sehen, wie viele Menschen Christus noch nicht kennen und wie viele, die Ihn kennen, so leben, als kennten sie Ihn nicht.

Aber dieses Gefühl dauerte nur einen Moment und wich dann der Liebe und Dankbarkeit, denn Jesus hat in seinem Erlösungswerk den Menschen als Mitarbeiter in Freiheit haben wollen. Er ist nicht gescheitert: Jesu Lehre und Leben befruchten immerfort die Welt, und die Erlösung – sein Werk – ist ausreichend und überfließend.

Gott will keine Sklaven, sondern Kinder, und Er respektiert so unsere Freiheit. Die Erlösung hört nicht auf, und wir nehmen an ihr teil; nach dem Willen Christi müssen wir an unserem Fleisch, an unserem Leben das ausfüllen, was an seinem Leiden noch fehlt, wie uns Paulus mit starken Worten sagt, und zwar pro Corpore eius, quod est Ecclesia, zugunsten seines Leibes, der die Kirche ist.11

Es lohnt sich, das Leben aufs Spiel zu setzen, sich ganz hinzugeben, um so der Liebe und dem Vertrauen zu entsprechen, die Gott uns geschenkt hat. Vor allem lohnt es sich, dass wir uns entschließen, unseren christlichen Glauben ernstzunehmen. Wenn wir das Credo beten, bekennen wir unseren Glauben an Gott, den allmächtigen Vater, an seinen Sohn Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist, und an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender. Wir bekennen, dass die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche der Leib Christi ist, vom Heiligen Geist beseelt. Wir bekennen freudig den Nachlass der Sünden und die Hoffnung auf das ewige Leben. Aber: dringen diese Wahrheiten bis ins Herz, oder bleiben sie an den Lippen hängen? Die göttliche Botschaft des Pfingstfestes, die Sieg, Freude und Frieden verkündet, muss das unverbrüchliche Fundament im Denken, im Handeln, im ganzen Leben jedes Christen sein.

Das Herz Jesu Christi kennenlernen

Lasst mich euch etwas anvertrauen, das mich schmerzt und zugleich anspornt: Es ist der Gedanke an die vielen Menschen, die Christus noch nicht kennen, noch nichts von der Größe des Glückes ahnen, das uns im Himmel erwartet, und die auf der Erde wie Blinde einer Freude nachjagen, deren wirklicher Name ihnen fremd ist, Menschen, die wie Verirrte auf Abwege geraten, die sie immer weiter vom echten Glück wegführen. Wie gut lässt sich jenes nächtliche Erlebnis des Apostels Paulus in Troas nachfühlen, als er im Traum ein Gesicht wahrnahm: Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! Auf diese Vision hin wollten wir – Paulus und Timotheus – sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir kamen zu dem Schluss, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.9

Merkt ihr nicht auch, dass Gott uns ruft, dass Er uns durch alles, was um uns geschieht, auffordert, die frohe Botschaft des Kommens Jesu zu verkünden? Doch manchmal verharmlosen wir Christen unsere Berufung, bleiben an der Oberfläche und vergeuden unsere Zeit mit Streitigkeiten und Nörgeleien; ja noch schlimmer: einige nehmen ohne Grund Anstoß an der Art, wie andere Christen bestimmte Aspekte des Glaubens in konkreten Äußerungen der Frömmigkeit verwirklichen; aber anstatt selbst Wege zu bahnen für die Form der Frömmigkeit, die sie für richtig halten, kritisieren und zerstören sie nur. Selbstverständlich kann es Unzulänglichkeiten im Leben der Christen geben, und es gibt sie wirklich. Aber nicht wir und unsere Armseligkeit sind das Wichtige: wichtig ist allein Er, Jesus. Um Christus muss es uns zu tun sein, nicht um uns.

Solche Gedanken kommen mir, wenn ich von einer angeblichen Krise der Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu höre. Diese Krise gibt es nicht. Wirkliche Frömmigkeit war immer und ist auch heute eine lebendige Haltung, menschlich und übernatürlich zugleich. Ihre Früchte waren immer und sind auch heute Früchte der Bekehrung, der Hingabe, der Erfüllung des göttlichen Willens, der liebenden Vertiefung in die Geheimnisse der Erlösung.

Etwas ganz anderes sind die Äußerungen eines unwirksamen Sentimentalismus, überladen mit frommem Schein, aber hohl in der Lehre. Auch mir gefallen die kitschigen Bilder nicht, Darstellungen des Heiligsten Herzens, die niemanden, der einen gesunden Menschenverstand und den übernatürlichen Geist eines Christen hat, zur Frömmigkeit bewegen können. Nun zeugt es aber nicht gerade von Logik, aus tatsächlichen Missständen, die von selbst verschwinden, ein theologisches Problem zu machen. Wenn es eine Krise gibt, dann ist es die Krise im Herzen der Menschen, denen es aus Kurzsichtigkeit, Egoismus oder Engstirnigkeit nicht gelingt, die unerschöpfliche Liebe Christi unseres Herrn zu erahnen. Die Kirche hat es seit Bestehen dieses Festes verstanden, durch ihre Liturgie die Nahrung für eine echte Frömmigkeit zu geben; die Stelle beim Apostel Paulus, die sie uns als Lesung der Heiligen Messe vorlegt, bietet einen vollständigen Leitfaden beschaulichen Lebens, der bei der Verehrung des Herzens Jesu ansetzt: Erkennen und Lieben, Gebet und Leben. Gott selbst lädt uns durch den Mund des Apostels ein, diesen Weg zu gehen: Durch den Glauben wohne Christus in euren Herzen, in der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet. So sollt ihr mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr erfüllt werden in die ganze Fülle Gottes hinein.10

Die Fülle Gottes offenbart und schenkt sich uns in Christus, in der Liebe Christi, im Herzen Christi: denn es ist das Herz dessen, in dem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt11. Wenn man die großen Vorhaben Gottes aus den Augen verliert – jenen Strom der Liebe, der sich durch die Menschwerdung, die Erlösung und das Pfingstfest in die Welt ergießt –, dann kann man die Zeichen der Zuneigung des Herzens Christi gar nicht wahrnehmen.

Anmerkungen
1

Ps 25 (24), 4.

2

Vgl. Mt 22, 37; Mk 12, 30; Lk 10, 27.

3

Eph 1, 4.

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Anmerkungen
4

Mt 13, 36.

5

Vgl. Mt 16, 6-7.

6

Vgl. Lk 22, 24-27.

7

Vgl. Mt 14, 31; 16, 8; 17, 19; 21, 21.

8

Mt 16, 16.

9

Mt 16, 23.

10

Johannes Chrysostomus, In Matthaeum homiliae, 54, 4 (PG 58, 537).

11

Joh 11, 16.

12

Hld 8, 6.

13

Vgl. Gal 2, 9.

14

Mt 4, 19.

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Anmerkungen
21

Joh 1, 38-39.

22

Mt 4, 18-20.

23

Lk 11, 1-2.

24

Mk 6, 31.

25

Joh 21, 4-13.

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Anmerkungen
11

Vgl. Kol 1, 24.

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Anmerkungen
9

Apg 16, 9-10.

10

Eph 3, 17-19.

11

Kol 2, 9.

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