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Es gibt 12 Nummer in «Im Feuer der Schmiede» deren Stichwort lautet Beschaulich inmitten der Welt.

Wenn du ein gutes Kind Gottes bist, wird es dir ähnlich wie dem Kleinen ergehen, das beim Aufstehen und beim Zubettgehen die Eltern um sich haben will: dein erster und dein letzter Gedanke des Tages werden Ihm gelten.

Mit deinem Frömmigkeitsleben wirst du lernen, die Tugenden zu üben, die für ein Kind Gottes, einen Christen, grundlegend sind.

Und mit diesen Tugenden wirst du dir auch eine Vielzahl von geistlichen Werten aneignen, die unwichtig scheinen, jedoch sehr wichtig sind; kleine, funkelnde Edelsteine, die wir auf unserem Weg auflesen, um sie – im Dienst an unseren Mitmenschen – vor Gottes Thron zu bringen: Einfachheit, Freude, Loyalität, Friedfertigkeit, kleine Verzichte, unauffällige Dienste, treue Pflichterfüllung, Freundlichkeit …

Alles beziehe ich auf Dich, mein Gott. Ohne Dich, der Du mein Vater bist – wie stünde es da um mich?

Das System, die Methode, das Verfahren, die einzige Art und Weise, wie wir ein Leben, reich an übernatürlichen Früchten, haben können, besteht darin, dem Rat des Heiligen Geistes zu folgen, wie er durch die Apostelgeschichte zu uns gelangt ist: »Omnes erant perseverantes unanimiter in oratione« – sie alle verharrten einmütig im Gebet.

Ohne Gebet bleibt alles vergeblich!

Das Gebet ist die mächtigste Stütze für den Christen. Das Gebet verhilft uns zur Wirksamkeit. Das Gebet macht uns glücklich. Das Gebet verleiht uns die nötige Kraft, um Gottes Gebote erfüllen zu können.

Glaube mir! Dein ganzes Leben kann und muss Gebet sein.

Der Geist des Gebetes, der das ganze Leben Jesu Christi unter den Menschen beseelte, lehrt uns, dass das Gebet all unseren Werken – seien sie bedeutend oder nicht – vorangehen, sie begleiten und absichern muss.

Tu jeden Tag, was du kannst, um Gott tiefer zu erkennen, den Umgang mit Ihm zu suchen, dich immer mehr in Ihn zu verlieben und an nichts anderes mehr zu denken als an seine Liebe und seine Verherrlichung.

Das wird dir gelingen, mein Kind, wenn du die Zeiten deines betrachtenden Gebetes einhältst – lass diese Zeiten niemals fallen! –; wenn du das Bewusstsein der Gegenwart Gottes stärkst mit Stoßgebeten und geistigen Kommunionen, die dich beflügeln; wenn du mit innerer Sammlung an der Heiligen Messe teilnimmst; wenn du deine Arbeit um des Herrn willen gut und gewissenhaft tust.

Bei allem Respekt werde ich niemals die Auffassung derer teilen, die betrachtendes Gebet und aktives Leben voneinander trennen, als ob es sich um zwei miteinander unvereinbare Bereiche handelte.

Wir, die wir Kinder Gottes sind, müssen kontemplativ sein, Menschen, die mitten im Lärm der Umgebung im ständigen Gespräch mit dem Herrn das Schweigen der Seele zu finden wissen und die auf Ihn schauen wie auf einen Vater oder einen Freund, den man grenzenlos liebt.

Ein Mensch von aufrichtiger Frömmigkeit erfüllt seine beruflichen Pflichten möglichst vollkommen, denn er weiß, dass seine Berufsarbeit Gebet ist, das zu Gott emporsteigt.

Noch einmal! Als Kinder Gottes werden wir inmitten aller irdischen Tätigkeiten im Geist der Kontemplation leben. Durch das Gebet, durch die Abtötung, durch unsere Bildung in der Glaubenslehre, durch die berufliche Kompetenz sollen wir Licht, Salz und Sauerteig in der Gesellschaft sein. So erfüllt sich unsere Berufung: Je mehr wir in das Gewühl der Welt eindringen, desto tiefer müssen wir in Gott verankert sein!

Lauteres Gold und Diamanten findet man in den Tiefen der Erde – sie liegen nicht offen zutage.

Die »Arbeit« der Heiligung – deiner selbst und der anderen – hängt ab von der frohen Hingabe und dem Eifer, mit dem du dich bei deiner täglichen, gewöhnlichen und so oft ganz verborgenen Arbeit einsetzt.

Für unser tägliches Leben benötigen wir eine ungleich größere Macht als der sagenumwobene König Midas, der alles, was er berührte, in Gold verwandelte.

Wir müssen – mit der Kraft der Liebe – die so irdische Arbeit des Alltags in ein »Werk Gottes« verwandeln, das bis in den Himmel reicht.

Verzeichnis der Schriftstellen