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Das Kreuz! Symbol des Lebens eines Apostels Christi. Es ist Quell der Stärke und der Wahrheit und erquickt Seele und Leib – auch wenn es manchmal Mühe kostet und die Last drückt.
Wie gut kann ich verstehen, dass du aus Liebe mit Christus leiden möchtest: dass du an seiner Statt deinen Rücken den Geißelhieben der Folterknechte, dein Haupt der Dornenkrone, deine Hände und Füße den Nägeln darbieten möchtest … oder wenigstens bei Unserer Lieben Frau unter dem Kreuze stehen willst, um dich anzuklagen, weil auch du mit deinen Sünden Gott gemartert hast … du sehnst dich danach, zu leiden und zu lieben.
Du sagtest mir: Ich habe mir vorgenommen, den Umgang mit dem Heiligen Geist zu vertiefen und Ihn um sein Licht zu bitten.
Gut, mein Kind, doch bedenke: Der Heilige Geist ist Frucht des Kreuzes.
Die lebensfrohe Liebe, die die Seele beglückt, gründet auf dem Schmerz, denn es gibt keine Liebe ohne Verzicht.
Christus, ans Kreuz genagelt … Und du? Immer noch von deiner Genusssucht beherrscht, oder besser, von ihr festgenagelt.
Seien wir keine weichlich-verzärtelten Christen! Das dürfen wir nicht! Auf Erden müssen wir den Schmerz und das Kreuz auf uns nehmen.
Wir müssen wissen, dass wir in jedem Augenblick unseres Lebens auf das Kreuz treffen können. Wer nicht mit dem Kreuz rechnet, ist kein Christ … Unvermeidlich trifft er dann eines Tages auf »sein Kreuz« und verzweifelt.
Jetzt wird es mit dem Kreuz ernst! Jetzt wird es drückend schwer! Aber Jesus erfüllt uns mit Frieden! Er selbst hilft uns, es zu tragen, Er wird zu unserem Simon von Cyrene … Wie leicht wird dann die Last!
Sage Ihm dann voll Zuversicht: Herr, ist das schon das Kreuz? Es ist ein Kreuz ohne Kreuz! Im Vertrauen auf Deine Hilfe und im Besitz des »Schlüssels« – meine völlige Ergebenheit in Deinen Willen – werden von nun an alle meine Kreuze leicht sein.
Stärke in deinem Herzen den Vorsatz, den ein guter Freund einmal so formulierte: Herr, ich suche das Leiden, nicht das Theater.
Dem Kreuz nahe sein heißt in der Freude sein, heißt bei Dir sein, Herr!
Das, was einen Menschen wirklich unglücklich machen und sogar die ganze Gesellschaft ruinieren kann, ist die egoistische, lüsterne Sucht nach Wohlleben, der Versuch, alles aus dem Weg zu räumen, was Unlust bereiten könnte.
Der Weg der Liebe heißt Opfer.
Richtig! Das heilige Kreuz gibt unserem Leben die unumstößliche Gewissheit, dass wir zu Christus gehören.
Das Kreuz ist nicht das Leid, nicht der Kummer, nicht die Bitternis … Es ist das heilige Holz, an dem Christus triumphiert … an dem auch wir siegen, wenn wir in Freude und mit Großmut die Fügungen des Herrn annehmen.
Nach dem Heiligen Opfer ist dir wieder einmal klar geworden: Die Beharrlichkeit derer, die dir nahestehen, und manchmal sogar ihr irdisches Glück, hängt zu einem guten Teil von deinem Glauben und deiner Liebe ab – von deiner Buße, deinem Gebet und deinem Tun.
Gepriesen sei das Kreuz, das wir tragen! Er – mein Herr Jesus – und du und ich …
Jesus, ich möchte Feuer und Flamme sein, »verrückt« aus Liebe zu Dir! Ich wünschte, meine Gegenwart allein genügte schon, um die Welt im Umkreis von vielen Kilometern mit unauslöschlichem Feuer zu entzünden. Ich möchte ganz sicher sein, dass ich Dein bin. Dann mag ruhig das Kreuz kommen …
Ein herrlicher Weg – leiden, lieben, glauben.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10406/ (08.05.2026)