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Ich schreibe ab, was du geschrieben hast: »›Domine, tu scis quia amo te!‹ – Herr, Du weißt, dass ich Dich liebe! Wie oft, Jesus, wiederhole ich wie einen schmerzlich-seligen Refrain diese Worte, die der von Dir erwählte Petrus sprach! Ja, ich weiß, dass ich Dich liebe … Aber ich bin meiner selbst nicht sicher … Deshalb wage ich es nicht, meine Liebe unumwunden zu bekennen. Ich finde so viele Verleugnungen in meinem sündigen Leben! ›Tu scis, Domine!‹ – Du weißt, dass ich Dich liebe! Möchte doch mein Tun und Lassen, Jesus, diese Stimme meines Herzens niemals Lügen strafen!«
Sei beharrlich in diesem Gebet! Er wird es gewiss erhören.
Du erkennst, wie wenige Tugenden du besitzt, wie ungeeignet du bist, wie unfähig … Fühlst du nicht den Wunsch in dir, wie der blinde Bartimäus zu rufen: Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner!?
Ein herrliches Stoßgebet, das du oft wiederholen solltest: Herr, erbarme Dich meiner!
Er wird Deinen Ruf vernehmen und ihn erhören.
Du musst die dringende Notwendigkeit empfinden, dich klein, mittellos und schwach zu sehen. Dann wirst du dich in den Schoß unserer himmlischen Mutter flüchten … mit Stoßgebeten, Blicken voller Liebe, marianischen Frömmigkeitsübungen … Das alles gehört zum Wesen der geistlichen Kindschaft.
Unsere Liebe Frau wird dich beschützen.
Gott liebt mich … Der Apostel Johannes schreibt: »Wir wollen Gott lieben, weil Er uns zuerst geliebt hat.« – Und mehr noch! Jesus richtet an jeden von uns, trotz unserer unleugbaren Schwächen, die gleiche Frage, die er an Petrus richtete: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese?« …
Es ist an der Zeit zu antworten: »Herr, Du weißt alles; Du weißt, dass ich Dich liebe.« Und in Demut fügen wir hinzu: Hilf mir, Dich immer mehr zu lieben! Lass mich in der Liebe wachsen!
Bete aus ganzem Herzen und in immerfort wachsender Liebe, besonders dann, wenn du vor Christus im Tabernakel kniest oder Ihn empfangen hast: »Non est qui se abscondat a calore eius« – Herr, dass ich mich nicht verberge vor Dir, dass das Feuer Deines Geistes mich entzünde!
Liebe zur Mutter Gottes! Niemals werden wir sie genug lieben!
Liebe sie sehr! Es darf dir nicht genügen, ein Bild von ihr aufzustellen und sie zu verehren oder Stoßgebete an sie zu richten. Starkmütig solltest du alles aufbieten, Maria jeden Tag irgendein kleines Opfer zu bringen – als Zeichen deiner Liebe und Ausdruck des Wunsches, dass alle Menschen sie lieben möchten …
Von deinem Arbeitsplatz aus schickst du dein Herz hin und wieder zum Tabernakel und lässt es ganz schlicht sagen: Mein Jesus, ich liebe Dich.
Hab keine Angst, Ihn so zu nennen: »mein Jesus«, und es oft zu wiederholen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10511/ (08.05.2026)