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Du solltest die Besonnenheit, die Stärke und den Sinn für Verantwortung besitzen, die viele Menschen erst nach Jahren, im hohen Alter erlangen. Das wird dir, der du noch jung bist, gelingen, wenn du den Sinn für das Übernatürliche als Kind Gottes nicht verlierst. Der Herr wird dir dann all diese für eine apostolische Arbeit wünschenswerten Voraussetzungen schenken, und zwar in noch reicherem Maße als den Alten.
Bete mit Zuversicht die Worte des Psalms: »Herr, Du bist mir Zuflucht und Stärke, auf Dich verlasse ich mich!«
Ich versichere dir: Er wird dich in der Stunde der Versuchung und bei deinen Niederlagen vor der »Seuche, die wütet am Mittag« bewahren – gerade jetzt, wo dein Alter sich in ausgereiften Tugenden zeigen sollte, wo du längst verinnerlicht haben solltest, dass Er allein deine Stärke ist.
Kannst du den scheinbar vorhandenen Widerspruch erklären? Da vermerkte einer, als er dreißig wurde, in seinem Tagebuch: »Ich bin nicht mehr jung.« Später, schon über vierzig, schrieb er dann: »Bis ins achtzigste Lebensjahr werde ich jung bleiben; sollte ich dieses Alter nicht erreichen, werde ich mir wie ein zu früh Verstorbener vorkommen.«
Er wusste, trotz der Jahre, um die verjüngende Kraft der Liebe.
Der Herr hat sein Vertrauen in dich gesetzt, als Er dich in seine Kirche rief. Deshalb brauchst du schon jetzt die Reife, die viele erst nach Jahren erlangen: Umsicht, Gelassenheit, Mut, natürliche und übernatürliche Klugheit …
Vergiss nicht, was wir im Katechismus lernten: Der Name »Christ« bezeichnet den Mann – die Frau –, die an Christus glauben.
Die Ordnung wird deinem Leben Gleichmaß verleihen, und damit Beharrlichkeit. Die Ordnung wird deinem Herzen Frieden, deinem Verhalten Würde schenken.
Gott braucht Männer und Frauen, die feststehen und stark sind, auf die man sich verlassen kann.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/10532/ (08.05.2026)