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Lass dich immer wieder in die Hände Gottes fallen! Der Heilige Geist wird dann deinen Verstand erleuchten und deinen Willen stärken.
Heilig werden wir mit dem Beistand des Heiligen Geistes, der in unserer Seele Wohnung nimmt, durch die Gnade, die uns in den Sakramenten zuteil wird, und durch einen beharrlichen aszetischen Kampf.
Wir wollen uns nichts vormachen, mein Sohn! Du und ich, wir alle – ich werde nicht müde, es zu wiederholen – werden immer, immer kämpfen müssen, bis zu unserem Lebensende. So werden wir den Frieden lieben, den Frieden weitergeben und den ewigen Lohn erhalten.
Begnüge dich nicht damit, zum Heiligen Geist, deinem Beistand, nur zu sprechen. Höre auf Ihn!
Betrachte in deinem Gebet, wie das Leben der geistlichen Kindschaft, das dir die Tiefe deines Daseins als Kind Gottes erschloss, dich mit kindlicher Liebe zum Vater erfüllt hat; betrachte auch, wie du zuvor durch Maria zu Jesus gelangtest, den du brennend liebst wie ein Freund, wie ein Bruder, wie ein Liebhaber, der du ja bist …
Nun hörst du meinen Rat und merkst, dass du bis jetzt die Einwohnung des Heiligen Geistes in deiner Seele wohl begriffen, dich die Realität dieser Gegenwart aber noch nicht »ergriffen« hatte. Dir fehlte das, was ich dir gerade als Anregung zu geben versuchte. Jetzt empfindest du in dir die Liebe selbst; du suchst den Umgang mit Ihm und wünschst, Ihm Freund und Vertrauter zu sein … du möchtest es Ihm leichtmachen, in dir manches abzuschleifen, auszureißen, zu entzünden …
Dann wieder der Gedanke: Aber ich kann das nicht! – Ich sage es noch einmal: Höre auf Ihn! Er wird dir Kraft geben. Er wird alles in dir wirken, wenn du nur willst … und du willst doch!
Bete zu Ihm: Du göttlicher Gast meiner Seele, Du Lehrer, Licht, Lenker, Liebe: Gib, dass ich lerne, Dich freudig aufzunehmen, auf Deine Unterweisung zu hören, mich entflammen zu lassen, Dir zu folgen, Dich zu lieben.
Bete aus ganzem Herzen und in immerfort wachsender Liebe, besonders dann, wenn du vor Christus im Tabernakel kniest oder Ihn empfangen hast: »Non est qui se abscondat a calore eius« – Herr, dass ich mich nicht verberge vor Dir, dass das Feuer Deines Geistes mich entzünde!
»Ure igne Sancti Spiritus!« – Entzünde mich mit dem Feuer Deines Geistes! – so rufst du. Und dann der Gedanke: Meine arme Seele muss sich unbedingt so bald wie möglich wieder erheben … und ihr Flug soll nicht eher enden, bis sie ruht in Ihm!
Wie gut, dass du dies wünschst! Ich will viel für dich zum Tröster beten; Ihn immer wieder anflehen, dass Er im Innersten deiner Seele wohne und alles, was du tust, sprichst, denkst und begehrst, präge und ins Übernatürliche erhebe.
Christus, unser Herr, will es so! Wir sollen Ihm aus nächster Nähe folgen. Das ist der einzige Weg – ein Werk des Heiligen Geistes in der Seele jedes einzelnen, auch in der deinen. Sei also fügsam! Errichte gegen deinen Gott keine Barrikaden!
Jemand verwendete als Lesezeichen einen Papierstreifen, auf den er in großen, entschiedenen Zügen geschrieben, besser eingestanzt hatte: »Ure igne Sancti Spiritus!« Entzünde mich mit dem Feuer des Heiligen Geistes!
So wünschte ich mir das Feuer Gottes in dir, der du Christ bist; eingebrannt in deine Seele, glühend auf deinen Lippen, ansteckend in deinen Werken.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11483/ (09.05.2026)