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Wenn unser Blick getrübt ist und unsere Sehkraft schwindet, müssen wir dichter an die Lichtquelle herantreten. Christus hat uns gesagt, dass Er das Licht der Welt ist und gekommen, um die Kranken zu heilen.
Deshalb sollen deine Krankheiten und – falls Gott sie zulässt – deine Stürze dich nicht von Christus entfernen, sondern dich Ihm nähern!
Erschrick nicht! Lass den Mut nicht sinken, wenn du deine Fehler entdeckst … und was für Fehler!
Streng dich an, sie zu überwinden. Und sei in deinem Ringen gewiss, dass es für dich gut ist, all diese Schwächen zu spüren; sonst würdest du hochmütig werden, und Hochmut trennt von Gott.
Wenn deine Verirrungen dich demütig machen, wenn sie dich dahin bringen, entschlossener nach der starken Hand Gottes zu greifen, dann sind sie ein Weg zur Heiligkeit! »Felix culpa« – selige Schuld! – singt die Kirche.
Bestaune dieses wunderbare Paradoxon des Christseins: Die eigene Armseligkeit führt uns dazu, bei Gott unsere Zuflucht zu suchen, uns zu »vergöttlichen«, und mit Ihm vermögen wir alles.
Sage Ihm: In meinem Garten, Jesus, sehe ich keine einzige frische Blume. Mir scheinen alle wie verschmutzt, Farbe und Duft sind geschwunden. Ich Armer! Mein Mund berührt den schmutzigen Staub, ja – da gehöre ich hin …
Wenn du dich so demütigst, wird Er siegen in dir, und du wirst den Sieg erringen.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/forja/11619/ (08.05.2026)