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Einige fallen aus Schwäche, denn wir sind ja aus Lehm gemacht und zerbrechlich – aber sie halten unbeirrt an der Lehre der Kirche fest.
Solche Menschen sind es, die – mit der Gnade Gottes – sich in heroischer Weise tapfer und demütig zeigen, indem sie ihre Fehler bekennen und die Wahrheit engagiert verteidigen.
Der Staub, den dein Sturz aufgewirbelt hat, verklebt dir die Augen. Du quälst dich mit Gedanken, die dir den Frieden rauben möchten …
Hast du schon versucht, dich reuevoll beim Herrn und vertrauensvoll bei einem deiner Brüder auszusprechen?
Herr, so betete ein Büßer, ich verdiene es nicht, dass Du mich erhörst, denn ich bin ein schlechter Mensch. Und er fügte hinzu: Jetzt aber erhöre mich, »quoniam bonus« – weil Du gut bist.
Erwecke viele Male am Tage in deinem Herzen Regungen der Reue! Denke daran, dass Jesus unaufhörlich beleidigt wird und dass hierfür, leider, nicht ebenso unaufhörlich gesühnt wird.
Deshalb sage ich immer wieder: Reueakte! Je mehr, desto besser! Tu es mir darin nach: mit deinem Leben und mit deinen Ratschlägen.
Das Ausmaß der Autorität und die Möglichkeit, Gnade vor Recht ergehen zu lassen, sind einander proportional: der einfache Richter wird den überführten und geständigen Angeklagten – vielleicht unter Berücksichtigung mildernder Umstände – verurteilen müssen. Ein Staatsoberhaupt kann bei bestimmten Anlässen eine Amnestie erlassen oder einen Verurteilten begnadigen. Gott aber verzeiht der reuigen Seele immer.
»Mit eurer Hilfe habe ich Gott erkannt: er hat all meine Torheiten und Beleidigungen vergessen und mich mit der Liebe eines Vaters angenommen.« So schrieb ein verlorener Sohn aus dem 20. Jahrhundert, als er reuevoll ins väterliche Haus heimkehrte.
Ja, bitte in Reue um Vergebung, und tu wirklich Buße für alle Episoden der Unreinheit in deinem vergangenen Leben. Aber achte darauf, sie dir nicht erneut ins Gedächtnis zu rufen.
Der Herr bekehrt Petrus, der ihn dreimal verleugnet hatte: kein tadelndes Wort, nur ein Blick der Liebe …
Diesen selben Blick richtet Christus auch auf uns, wenn wir einmal zu Fall gekommen sind. Hoffentlich können auch wir dann wie Petrus sagen: »Herr, du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe …« und unser Leben ändern.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/10391/ (08.05.2026)