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Es gibt 7 Nummer in «Die Spur des Sämanns» deren Stichwort lautet Moral, christliche .

Ein Blick auf Portraits aus früheren Zeiten macht deutlich, wie unsinnig es ist, die Mode zum Maßstab für das eigene Verhalten zu erheben.

Für dich schreibe ich aus einem Brief ab: »Die Demut, die uns das Evangelium lehrt, ergreift mich tief. Umso mehr aber empört mich die jämmerliche Art, wie manche Christen sich aufführen: eingeschüchterte Schafe, die dem Ansehen der Kirche schaden. Solche Leute muss der atheistische Schriftsteller vor Augen gehabt haben, der meinte, die christliche Moral sei eine Sklavenmoral …«

In der Tat: wir sind Knechte, aber solche, die zur Würde der Kinder Gottes erhoben werden und die keine Sklaven ihrer Begierden sein wollen.

Vergiss nicht, dass in rein menschlichen Angelegenheiten auch die anderen Recht haben können. Sie sehen dasselbe wie du, aber aus einer anderen Perspektive, in einem anderen Licht, mit anderen Schattierungen und anderen Umrissen.

Nur im Glauben und in der Moral gibt es ein nicht diskutierbares Urteil: das unserer Mutter, der Kirche.

Deine Berufung als Christ verlangt von dir, in Gott zu leben und dich gleichzeitig um die irdischen Dinge zu kümmern; und zwar so, dass du sie ihrer Eigengesetzlichkeit entsprechend einsetzt – um sie dem Herrn zurückzugeben …

Hüte dich vor dem fundamentalen Irrtum zu denken, es gäbe in deiner Zeit oder in deiner Umgebung in sich anständige und legitime Lebensgewohn-heiten und Ansprüche, die nicht auf die Heiligkeit der Lehren Jesu Christi hingeordnet oder mit ihnen in Einklang gebracht werden könnten.

Überhöre aber bitte nicht, dass ich ausdrücklich von den »anständigen und legitimen« spreche. Andere haben sowieso keine Berechtigung.

Ich verstehe dich nicht, wenn du mitten in einem Gespräch über Fragen der Moral und des Glaubens die Bemerkung fallen lässt, du seiest ein unabhängiger Katholik …

Unabhängig von wem? Diese – falsche – Unabhängigkeit bedeutet ja, den Weg Christi zu verlassen.

Wie leid tun einem die Menschen, die aus persönlicher trüber Erfahrung heraus meinen, man könne unmöglich inmitten der Welt leben und arbeiten und dabei keusch bleiben.

Wer so gegen alle Logik denkt, darf sich nicht beleidigt fühlen, wenn er plötzlich den guten Ruf seiner Eltern, seiner Geschwister oder des Ehegatten in Frage gestellt sieht.