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Es ist nicht wahr, dass ein Leben als guter Katholik und als loyales Glied der bürgerlichen Gesellschaft sich widersprechen. Ebensowenig können Kirche und Staat zusammenstoßen, wenn sie ihre legitime, jeweilige Autorität zur Erfüllung der ihnen von Gott aufgetragenen Sendung ausüben.
Die das Gegenteil behaupten, lügen – ja, sie lügen. Es sind die gleichen Leute, die uns Katholiken im Namen einer angeblichen Freiheit »freundlicherweise« in die Katakomben zurückverbannen möchten.
Liebe dein Vaterland. Solche Liebe ist eine christliche Tugend. Artet aber der Patriotismus in Nationalismus aus, der mit Abneigung und Verachtung ungerecht und lieblos auf andere Völker und Nationen herabsieht, dann ist dies Sünde.
Es ist kein Zeichen von Patriotismus, Verbrechen der eigenen Nation zu rechtfertigen … und die Rechte anderer Völker zu missachten.
»Es gibt nicht mehr« – auch darauf verwies der Apostel – »Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen.«
Diese Worte gelten heute wie damals: Vor dem Herrn gibt es keine Unterschiede der Nationen, der Rassen, der Klassen, des Standes … Jeder von uns ist in Christus neugeboren, ein neues Geschöpf, ein Kind Gottes. Wir alle sind Brüder und sollen brüderlich miteinander umgehen.
Wenn du dein Vaterland liebst – und ich bin sicher, dass du es liebst –, wirst du nicht zögern, dich bei drohender Gefahr als Freiwilliger zu seiner Verteidigung zu melden. In der Stunde der Not – schon einmal sagte ich es – werden alle gebraucht: Männer und Frauen, Hochbetagte, solche in den besten Jahren, Junge, sogar Jugendliche. Nur die durch Krankheit oder Gebrechen Untauglichen und die Kinder sind ausgenommen.
Was jeden Tag geschieht, ist weit mehr als nur ein Aufruf an einige Freiwillige, es ist eine Generalmobilmachung, um das Königreich Jesu Christi zu verteidigen. Und der König selbst, Jesus, hat dich ausdrücklich bei deinem Namen gerufen. Er erbittet von dir, dass du die Schlachten Gottes kämpfst und dabei deine ganze Seele: dein Herz, deinen Willen, deinen Verstand, dein ganzes Sein in Seinen Dienst stellst.
Hör nun gut zu: Wenn du ein reines Leben führst und dich unter den besonderen Schutz der Muttergottes stellst, ist die Versuchung des Fleisches kein Problem. – Oder möchtest du wirklich eine Art Krankheit simulieren – mit den Symptomen Herz-, Willens- oder Geistesschwäche –, um dich feige jener Mobilmachung zu entziehen? Ziehst du es wirklich vor, dich »krankschreiben« zu lassen und dich dann mit irgendwelchen Hilfsdiensten zu begnügen?
Der Herr will dich als seinen Kämpfer in der vordersten Linie! Und du bist es ja schon! Wenn du dich jetzt davonmachst – als ein Verräter! – wie trostlos …
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/10581/ (08.05.2026)