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Wenn man arbeitet, um ein apostolisches Werk auszubreiten, dann ist ein »Nein« niemals das letzte Wort. Beharre weiter auf deinem Anliegen.
Du bist zu vorsichtig oder zu wenig übernatürlich, und darum möchtest du besonders klug sein. Bau doch nicht selber Hindernisse auf, und tu auch nicht so, als könntest nur du sie alle beseitigen!
Es kann ohne weiteres sein, dass dein Gegenüber – weniger »vernünftig« oder großzügiger als du – auf Gott setzt und dir daher nicht so viele Wenn und Aber auftischt …
Es gibt Verhaltensweisen, die so vernünftig erscheinen, dass sie im Grunde nur Ausdruck von Ängstlichkeit und Kleinmut sind.
Sei überzeugt: Wenn man für Gott arbeitet, gibt es keine unüberwindlichen Schwierigkeiten, kei-ne Entmutigung, die zur Kapitulation führen könnte, keinen Misserfolg, der diesen Namen wirklich verdiente – mögen auch die Ergebnisse noch so mager erscheinen.
Dein Glaube ist allzu karg an Werken! Man könnte meinen, es sei der Glaube eines Frömmlers und nicht der eines Menschen, der um Heiligkeit ringt.
Gelassenheit! Kühnheit!
Sprenge mit diesen Tugenden die Fünfte Kolonne der Lauen, der Verängstigten, der Verräter.
Du wolltest rastlos kämpfen, so hast du mir versichert. Und jetzt kommst du und lässt die Flügel hängen.
Sieh: sogar rein menschlich betrachtet, ist es ratsam, dass man dir nicht alle Hindernisse aus dem Wege räumt und alle Probleme löst. Denn du selbst musst ja einiges – vieles! – dazu tun … Wie willst du dich sonst heiligen?
Du lässt dich nicht darauf ein, an dieser übernatürlich ausgerichteten Unternehmung mitzuarbeiten, denn – so deine Worte – du befürchtest, nicht »anzukommen« oder irgendetwas falsch anzupacken.
Dächtest du mehr an Gott, dann lösten sich diese unsinnigen Überlegungen in Nichts auf.
Manchmal kommt mir der Gedanke, dass einige wenige Feinde Gottes und seiner Kirche von der Ängstlichkeit der vielen Braven leben. Dann schäme ich mich sehr.
In unserem Gespräch meinte er, er zöge es vor, niemals die primitive Hütte, die er bewohnte, zu verlassen. Er zählte nämlich lieber die Balken »seiner« Behausung als die Sterne am Himmel.
So sind viele: unfähig, auf ihren Kleinkram zu verzichten und die Augen zum Himmel zu erheben. Es ist höchste Zeit, dass sie ihren Blick weiten und auf das richten, was oben ist …
Ich begreife die übernatürliche und menschliche Freude des Glücklichen, der unter den Ersten sein durfte, die den göttlichen Samen aussäten.
Voller Gewissheit wiederholte er es sich: »Wie wunderbar ist es, sich hier als einziger dazu bestellt zu wissen, eine ganze Stadt samt ihrer Umgebung aufzurütteln.«
Warte nicht darauf, dass du mehr Hilfsmittel hast oder dass andere dazukommen: Die Seelen brauchen dich heute, jetzt.
Ich musste lächeln, denn ich kann dich sehr gut verstehen. Du sagtest: Mich begeistert die Aussicht, in neue Länder aufzubrechen, dort Breschen zu schlagen, vielleicht sehr weit weg von hier … Ich müsste mich erkundigen, ob es auf dem Mond Menschen gibt!
Bitte den Herrn, Er möge diesen apostolischen Eifer immerfort in dir wachsen lassen!
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/10912/ (08.05.2026)