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Wenn jemand bei Leitungsangelegenheiten im Alleingang »forsche« Entscheidungen trifft, sind diese so gut wie immer von einer einseitigen Sicht der Dinge bestimmt.
Mögen deine Vorbildung und deine Fähigkeiten auch noch so groß sein – du solltest auf alle Fälle die heranziehen, die mit dir die Aufgabe der Leitung teilen.
Schenke anonymen Anschuldigungen keine Beachtung! Es sind die Waffen der Lumpen.
Unverzichtbarer Grundsatz jeder guten Führung: Die Menschen so nehmen, wie sie sind, ihnen helfen zu wachsen und keinen von ihnen jemals gering achten.
Wer verantwortlich Menschen führt und sich dabei von negativer Sicht der Dinge und Misstrauen leiten lässt, wird leicht zum Tyrannen.
Man muss den Menschen beibringen, wie sie arbeiten sollen; dabei darf man die theoretische Vorbereitung nicht überbewerten, weil ja das praktische Tun auch zur Ausbildung dazugehört. Die unvermeidlichen Fehler in der Arbeit muss man hinnehmen; denn das Bessere ist der Feind des Guten.
Vertraue niemals auf Organisation allein!
Ein wichtiger Grundsatz, um bei Leitungsaufgaben gute Arbeit zu leisten, besteht darin, dass man Verantwortung weit verteilt. Ich meine damit nicht, dass der Verantwortliche es sich bequem machen oder anonym bleiben soll, sondern dass er von jedem einzelnen Rechenschaft über dessen Auftrag verlangt und auf diese Weise selbst »Rechenschaft ablegen« kann – vor Gott und, wo angebracht, auch vor den Menschen.
Sage von einem Untergebenen nie: »Er taugt nicht.«
Du bist es, der nicht taugt; denn du verstehst es nicht, ihn an den Platz zu stellen, wo er etwas zu leisten vermag.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/11042/ (08.05.2026)