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Es gibt 9 Nummer in «Die Spur des Sämanns» deren Stichwort lautet Leiten → Merkmale einer guten Regierung .

Wenn jemand bei Leitungsangelegenheiten im Alleingang »forsche« Entscheidungen trifft, sind diese so gut wie immer von einer einseitigen Sicht der Dinge bestimmt.

Mögen deine Vorbildung und deine Fähigkeiten auch noch so groß sein – du solltest auf alle Fälle die heranziehen, die mit dir die Aufgabe der Leitung teilen.

Bemühe dich darum, deine Leitungsaufgaben wirklich objektiv wahrzunehmen. Gib nicht dem Hang so mancher Leute nach, stets zuerst oder sogar ausschließlich die Fehler und das, was schiefliegt, zu sehen.

Sei froh in dem Wissen, dass der Herr allen Menschen die Fähigkeit geschenkt hat, sich im Kampf gegen die eigenen Fehler zu heiligen!

Man muss den Menschen beibringen, wie sie arbeiten sollen; dabei darf man die theoretische Vorbereitung nicht überbewerten, weil ja das praktische Tun auch zur Ausbildung dazugehört. Die unvermeidlichen Fehler in der Arbeit muss man hinnehmen; denn das Bessere ist der Feind des Guten.

Vertraue niemals auf Organisation allein!

Sehr oft besteht die Aufgabe des Leiters einfach darin, dass er es fertigbringt, die ihm Anvertrauten »ins Schlepptau zu nehmen«. Mit Geduld und Liebe.

Eine gute Führung muss zwar flexibel sein, darf aber nicht auf Forderung verzichten!

Wenn Menschen, die nach Intelligenz und christlichem Format nur Mittelmaß darstellen, ein hohes Amt übernehmen, umgeben sie sich mit Unfähigen. Ihre blinde Eitelkeit verleitet sie zu der falschen Annahme, auf diese Art könnten sie nie ihren Posten verlieren.

Im Gegensatz dazu rufen wirkliche Persönlichkeiten erstklassige Mitarbeiter in ihre Umgebung, die nicht nur fachlich kompetent sind, sondern auch ein sauberes Leben führen. Sie bilden sie aus für künftige Leitungsaufgaben. In ihrer Demut erliegen sie nicht selbstgefälliger Täuschung; denn wer anderen hilft, groß zu werden, nimmt selbst an innerer Größe zu.

Du bekleidest ein verantwortungsvolles Amt. Bei seiner Ausübung bedenke folgendes: alles was persönlich ist, verschwindet mit der Person, die sich unentbehrlich gemacht hat.

Ein wichtiger Grundsatz, um bei Leitungsaufgaben gute Arbeit zu leisten, besteht darin, dass man Verantwortung weit verteilt. Ich meine damit nicht, dass der Verantwortliche es sich bequem machen oder anonym bleiben soll, sondern dass er von jedem einzelnen Rechenschaft über dessen Auftrag verlangt und auf diese Weise selbst »Rechenschaft ablegen« kann – vor Gott und, wo angebracht, auch vor den Menschen.