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Niemand soll Traurigkeit oder Schmerz aus deinem Gesicht herauslesen, wenn du den Wohlgeruch, der von deinem Lebensopfer aufsteigt, in deiner Umgebung gegenwärtig werden lässt: Kinder Gottes müssen immer Frieden und Freude verbreiten.
»Miles« – Soldat, Kämpfer, so nennt der Apostel den Christen.
Im Heere Gottes, das diesen gesegneten, christlichen Kampf um Liebe und Frieden zum Wohle aller Menschen zu führen hat, finden sich ermüdete, hungrige, von Wunden gezeichnete Soldaten … Aber alle sind von Freude erfüllt: in ihrem Herzen flammen die Leuchtfeuer des sicheren Sieges …
Pflicht eines jeden Christen ist es, den Frieden und das Glück überallhin auf Erden zu tragen: ein Kreuzzug der Seelenstärke und der Freude, der auch stumpfe und verderbte Herzen wachzurütteln und wieder Gott zuzuwenden vermag.
Die Welt wartet auf uns. Ja, wir lieben sie leidenschaftlich, denn Gott hat uns darüber belehrt: »Sic Deus dilexit mundum …« – so sehr hat Gott die Welt geliebt … Außerdem ist sie der Schauplatz, auf dem wir unseren Feldzug führen müssen – diesen wunderbaren Kampf der Liebe –, damit wir alle den Frieden erlangen, den Christus uns gebracht hat.
Bekämpfe die harten Kanten deines Charakters, die Äußerungen der Eigenliebe und Bequemlichkeit, deinen Widerwillen gegen dies und das und jenes … Vergiss nicht, wir müssen am Werk der Erlösung mitwirken, und die Ernte, die du einbringen wirst – sie entspricht ganz unmittelbar deiner Aussaat.
Die Sendung des Christen: das Böse im Überfluss des Guten ersticken! Aber nicht dadurch, dass man bloß die Übel anprangert oder sich hinter einem Wall von Negationen verschanzt. Vielmehr lebt der Christ aus dem Ja zum Wahren und Rechten, weil jugendliche Zuversicht, Freude und Frieden ihn prägen. Er will allen mit Verständnis begegnen: denen, die Christus nachfolgen, denen, die Ihn verlassen haben, und denen, die Ihn noch nicht kennen.
Freilich bedeutet Verstehen weder Kapitulation noch Indifferenz, sondern Tätigwerden.
Aus christlicher Liebe und aus natürlichem Taktgefühl musst du zu vermeiden suchen, dass zwischen dir und einem andern eine Kluft entsteht. Lass ihm immer eine Tür offen, damit er sich nicht noch weiter von der Wahrheit entfernt.
Gewalt ist kein geeignetes Mittel, um jemanden zu überzeugen … und schon gar nicht, wenn es um apostolisches Wirken geht.
Antworte dem üblen Schwätzer: Gut, ich werde es dem Betreffenden erzählen oder sagen.
Ein zeitgenössischer Autor schreibt: »Der Klatsch über andere ist immer unmenschlich; er entlarvt die Mittelmäßigkeit des eigenen Wesens; er ist ein Zeichen von schlechter Erziehung; er beweist Mangel an Format; er ist eines Christen unwürdig.«
Enthalte dich immer des Lamentierens, der zersetzenden Kritik, der üblen Nachrede … Meide strikt alles, was unter Brüdern Zwietracht säen könnte.
Deine Reaktion auf persönliche Verleumdungen: Als erstes: vergeben, allen alles verzeihen, vom ersten Augenblick an und aus ganzem Herzen. – Dann: lieben, dich keines Verstoßes gegen die Nächstenliebe schuldig machen. Antworte immer in Liebe!
Wenn jedoch die Angriffe sich gegen deine Mutter, die Kirche, richten, dann verteidige sie mutig; mit Ruhe, aber auch mit Festigkeit und Nachdruck, und lass nicht zu, dass der Weg der Seelen, die persönlich erlittenes Unrecht mit Verzeihen und Lieben beantworten wollen, beschmutzt und behindert wird.
Text gedruckt bei https://escriva.org/de/book-subject/surco/12235/ (08.05.2026)